Ein Rastaman kitzelte das Zwerchfell
Doppelter Klagenfurter "Herkules" von Jury und Publikum für den Nürnberger El Mago Masin.
Seit einem Jahr geht es bei Wolfgang Masin so richtig ab. Seine schlagkräftigen Wortgefechte und improvisierten Satzkapriolen, begleitet auf einer gemeingefährlichen Lied-Gitarre, begeistern das Publikum. Als lässiger "El Mago Masin" - Originalton: "El Mago hört sich besser an als Wolfgang" - kommt der Musikkabarettist mit den längsten echten Rastalocken, die man je auf einer Kabarettbühne gesehen hat, im ganz eigenen Stil rüber. Mit unglaublicher Bühnenpräsenz, Improvisationstalent und Publikumsnähe spielte er sich am Samstagabend in die Herzen der Zuschauer, die gespannt das Finale des 4. Herkules-Kleinkunstwettbewerbes im Jazzclub Kammerlichtspiele verfolgten.
Zwei Preise
Unter den sechs Finalisten (drei Österreicher und drei Deutsche) kam El Mago als letztes zum Zug und fuhr als Doppelsieger Richtung Heimat. Der Nürnberger räumte nicht nur den Publikumspreis ab, sondern nahm auch den Jurypreis mit nach Hause: "Vor Klagenfurt hatte ich keinen Preis, jetzt gleich zwei." Dabei setzt der 28jährige ausgebildete Musiker erst seit einem guten Jahr auf starke Worte. Zur Freude seiner Konzertagentur Friedrich. Quatsch-Comedy Club, Auftritte in Berlin und Hamburg sowie eine Tournee stehen 2010 auf dem Programm des unkonventionellen Kabarettisten, der zum Herkules erstmals Kärntner Boden betrat und regionale Themen wie das Eishockeyfreiluftderby oder die Hypo spontan in sein 20 minütiges Wettbewerbs-Programm hineinstrickte.
"Er sieht etwas, saugt es auf und spuckt es verarbeitet wieder aus", lobte Jurysprecher Alexander Kuchinka die Stärken des Siegers. Und Organisator Mario Kuttnig resümierte strahlend: "Ich bin mit der Entwicklung des Bewerbs sehr zufrieden. Beim fünften Herkules klappt es vielleicht mit einem österreichischen Sieg".














