Jüdische Friedhöfe werden restauriert

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Im Tauziehen um die Sanierung und Pflege jüdischer Friedhöfe vor allem in Wien und Niederösterreich hat es eine Einigung gegeben. Es wird ein Fonds zur Instandsetzung der Friedhöfe eingerichtet. Dieser wird vom Bund mit einer Millionen Euro jährlich für 20 Jahre, in Summe also 20 Mio. Euro, dotiert. Die restlichen notwendigen 20 Mio. werden zum Teil von den Kultusgemeinden organisiert.
Weiters beteiligt sich Niederösterreich mit 25 Prozent der im Land anfallenden Kosten, eine vergleichbare Beteiligung des Burgenlandes ist möglich, hieß es am Rande des Ministerrats am Dienstag. Wien übernimmt die Sanierung des "Kornhäusl" am Währinger Friedhof, die Kosten dafür belaufen sich auf rund 500.000 Euro.
Die Israelitische Kultusgemeinde bezeichnete die Einigung, der ein jahrelanger Streit vorausgegangen ist, als "verspätetes Chanukkahgeschenk". Fast neun Jahre nach Unterschrift des Washingtoner Abkommens, in dem sich Österreich zum Erhalt der Grabstätten verpflichtet, "wird damit das letzte völkerrechtlich noch offene Thema abgearbeitet", so die Kultusgemeinde.
Erfreut über den Durchbruch zeigten sich SPÖ, ÖVP und Grüne. Als "Frage der Verantwortung", des "Respekts vor der Geschichte", vor den jüdischen Mitbürgern und auch vor dem kulturhistorischen Erbe dieses Landes bezeichnete Kanzler Faymann die erzielte Einigung.













