Kasperlfiguren aus ganz Europa bei Linzer Festival

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Kasperlfiguren aus ganz Europa sind von 11. bis 21. November beim Festival "Wo? Wenn nicht alle da!" zu Gast in Linz. Die Palette der Theaterberserker, die die Kulturhauptstadt heimsuchen, reicht vom italienischen Pulcinella über den englischen Mr. Punch bis hin zum spanischen Don Cristobal. Den Eröffnungsabend bestreitet das österreichische Kabarett-Trio maschek.
Linz09-Schauspielchef Airan Berg und Festivalleiter Christoph Bochdansky stellten am Donnerstag in einer Pressekonferenz das Programm vor. Die "lachintensivste Theaterwoche" des Kulturhauptstadtjahres verspricht Berg mit dem dritten Teil der "Hendl-Trilogie". Während die Festivals "Schneesturm" zu Jahresbeginn und "Sonnenbrand" im Sommer ein Tiefkühl- bzw. ein Grillhuhn als Sujets hatten, werden die Kasperlfestspiele von einem abgenagten Knochenhaufen symbolisiert. Ein Bild, das gut zum ursprünglich sehr anarchischen und streitsüchtigen Charakter der Figur passt. Denn bevor aus dem Kasperl der Liebling der Kinder wurde, war er eine Jahrmarktbelustigung, bei der man sich so richtig abreagieren konnte. Der schräge Gesell gab damals Schläge, die er selbst einstecken musste, an andere weiter.
Eröffnet wird das Festival mit einem Auftragswerk von maschek ("09.09.09"), im Laufe der Woche treiben dann noch der österreichische Kasperl, der deutsche Kasper, Pulcinella aus Italien, Guignol aus Frankreich oder Vitez Lazlo aus Ungarn ihr Unwesen. "Wir wollten aber nicht nur mit dem Einkaufswagen quer durch Europa fahren", so Bochdansky, daher gebe es insgesamt vier Auftragswerke für Linz09: Neben maschek sind es das eher poetische Stück "Kasperls Wurzeln" des ungarischen Künstlers Gyula Molnar, der "Weiberkasper" von Hans-Jochen Menzel (Deutschland) und "Punch Judy in Afghanistan" des Niederländers Neville Tranter, wo der Kasperl zum Terroristen wird.















