Otto Mauer Preis 2009 geht an Siggi Hofer
Siggi Hofer erhält den Otto Mauer Preis 2009. Wie der Otto Mauer Fonds mitteilte, wird der in Südtirol geborene und in Wien lebende Künstler am 17. November durch Bischof Egon Kapellari mit dem österreichischen Kunst-Preis ausgezeichnet. Seine Arbeit werde "von einem Hauch des Kindlichen durchweht, einem im Spielerischen durchgehaltenen Ernst", heißt es in der Begründung der Jury.
Siggi Hofer bedient sich einer Vielzahl von Ausdrucksformen und Medien. Großformatige Papierarbeiten, Malerei und Fotografie, Skulpturen und installative Arbeiten zählen ebenso dazu wie Performances, Videos und der Modellbau. Für die Jury, der Gunter Damisch, Rainer Fuchs, Ursula Hübner, Gustav Schörghofer und Johanna Schwanberg angehörten, zeigen seine Arbeiten "eine vom Menschen durch und durch gestaltete Welt. Die Spannung zwischen Individuum und dem Überindividuellen einer Stadt, kollektiver Ängste und Sehnsüchte durchziehen diese Welt". Die Heiterkeit der Arbeiten werde bei genauem Hinsehen immer wieder infrage gestellt. "Dieses in allem durchgehaltene Schweben zwischen ernst und heiter, schwer und leicht, oberflächlich und abgründig macht die besondere Qualität der Kunst von Siggi Hofer aus".
1970 im Südtiroler Bruneck geboren, studierte Hofer von 1991 bis 1993 an der Meisterschule Malerei in Graz und von 1994 bis 1999 an der Wiener Angewandten. Als Mitglied der Künstlergruppe "Rain" (bis 2005) erhielt er zunächst einen Lehrauftrag an der Technischen Universität Wien und 2008 an der Angewandten.
Der Otto Mauer Preis wird heuer zum 29. Mal vergeben und ist mit 11.000 Euro dotiert. Durch den Preis soll die Qualität der künstlerischen Arbeit gewürdigt und "nachdrücklich darauf aufmerksam" gemacht werden.















