Spektakuläre Bilder: Universum-Dreiteiler über das Rift-Valley
Die dreiteilige "Universum"-Doku über das ostafrikanische Rift Valley begann für Regisseur Harald Pokieser mit einer lebensgefährlichen Begegnung.

Foto © APA/ORF - Massai im Ngorongoro-Krater am Rande der Serengeti in Tansania
Es war Harald Pokiesers erster Tag in Ostafrika im Zuge seiner Recherche für die Dokumentation "Great Rift – Der große Graben". Und um Haaresbreite hätte es in der Folge keine 200 Drehtage gegeben. "Auf einem Parkplatz ist plötzlich ein Kaffernbüffel auf mich zugerannt", erinnert sich Pokieser. "Instinktiv hab' ich mich nicht mehr bewegt, der Büffel sieht fast nichts. Zur Salzsäule erstarrt entkam der Wiener Regisseur dem versuchten Angriff. "Und ich war selbst schuld, denn ich hätte mich nicht vom Auto wegbewegen dürfen."
Die nächsten Monate im afrikanischen Rift gestalteten sich weniger gefährlich, aber nicht minder spektakulär. Vor 40 Millionen Jahren hat der große Graben das heutige Bild des Planeten Erde nachhaltig geprägt, als die afrikanische Platte mit Europa kollidierte. Arabien trennte sich von Afrika ab, im Lauf von Jahrmillionen öffnete sich eine Lücke und machte Platz für das Rote Meer.
Feuermeer
Unter dem Kontinent sammelten sich in Ostafrika gleichzeitig gewaltige Lavamassen und wölbten das Land auf. Durch den Druck bildeten sich Risse, Magma trat aus und floss wie ein Meer aus Feuer über das Land. So entstanden die Hochebenen von Äthiopien und Kenia und später Naturwunder wie der Kilimandscharo, Mount Kenia, die Serengeti und der Tanganjika-See.
Serengeti und Massai Mara sind die Heimat der "Big Five", Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe. Diese Region steht im Mittelpunkt der heutigen Folge, in der es erstmalig einem Filmteam gelungen ist, jagende Geparden mit Hilfe einer stabilisierten Kamera vom Hubschrauber aus aufzunehmen: "Dabei sieht man nicht nur, wie schnell diese Tiere sind, sondern auch, wie sie taktisch vorgehen", gibt Pokieser einen Vorgeschmack.
Features
Die Folgen auf einem Blick
Teil eins (20. 10): widmet sich der Tierwelt in der Serengeti und der Massai Mara. Teil zwei (27. Oktober): zeigt die Gegensätze zwischen trockenem Osten und tropisch fruchtbarem Westen des Rift Valley. Teil drei (3. November): blickt ins nördliche Rift Valley. Die wildeste Ecke dieser Gegend ist menschenleer, extrem heiß und vulkanisch aktiv.

















