Opernhaus Petruzzelli in Bari wiedereröffnet
Das 1991 niedergebrannte Theater Petruzzelli in der süditalienischen Hafenstadt Bari ist wieder geöffnet worden. Mit einem Konzert wurde am Sonntagabend die Auferstehung des Theaters gefeiert, dessen Wiederaufbau Jahre lang gedauert hatte. Hinter dem Brand vor 18 Jahren wird die Mafia vermutet.
Anscheinend wollte auch die apulische Mafia, die "Sacra Corona Unita", von einer so lukrativen Baustelle profitieren und von den zu erwartenden Sonderfinanzierungen aus Rom einen entsprechenden Anteil abzweigen. Das Opernhaus Petruzzelli, das 1903 mit der Oper "Die Hugenotten" von Giacomo Meyerbeer eingeweiht worden war, galt als Symbol einer historischen Epoche der Stadt Bari und war in den vergangenen Jahrzehnten erneut zu einem der meistbeachteten Opernhäuser Italiens geworden.
Ferdinando Pinto, der frühere Intendant des Theaters, war 1998 zu sieben Jahren und acht Monaten Haft wegen Brandstiftung und Steuervergehen verurteilt worden. Er habe unter dem Druck der Verschuldung bei erpresserischen Wucherern am Wiederaufbau des Theaters verdienen wollen. Ein Berufungsprozess gegen Pinto endete mit dem Freispruch des Angeklagten.
Nachdem das Theater bis zu den Grundmauern abgebrannt war, begann ein langer Streit zwischen der Familie, die das Theater besitzt, und den Kulturbehörden der Stadt um die Finanzierung des Wiederaufbaus. Die Stadt Bari wollte selbst die Verwaltung des Theaters übernehmen und war deshalb in eine komplizierte Kontroverse mit den Besitzern verwickelt. Erst 2002 die Finanzierungsprobleme gelöst werden. Die Neuaufbau-Arbeiten begannen im Mai 2003.














