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Zuletzt aktualisiert: 28.09.2009 um 23:04 UhrKommentare

Dietrich Mateschitz' "Servus TV" startet demnächst

In der Medienszene häufen sich Gerüchte um den baldigen Start des neuen österreichischen Privatsenders.

Foto © Reuters

Schickt Dietrich Mateschitz' "Servus TV" am Donnerstag erstmals auf Sendung? Oder erst am kommenden Montag? In der Medienszene häufen sich Gerüchte um den baldigen Start des neuen österreichischen Privatsenders, in Salzburg aber gibt man sich nicht nur in Sachen Datum verschlossen - ungewöhnlich in der sonst freudig für sich trommelnden Branche. Schließlich geht es um dicke Werbeetats.

24-Stunden-Programm ohne Spielfilme

Etliche halten die Geheimniskrämerei für einen Coup des Sendereigners Dietrich Mateschitz. So generiere der "Red Bull"-Milliardär und Marketingstratege für sein jüngstes Baby noch mehr Aufmerksamkeit. Und immerhin sickert da und dort (gezielt?) durch, was Mateschitz mit "Servus TV" plant: ein 24-Stunden-Vollprogramm, ganz ohne Spielfilme. Neben Nachrichten (mit hohem Österreich-Anteil), Naturdokus, Diskussionsformaten, Sportberichten und Opernübertragungen (!) sind etwa ein Literaturmagazin ("Literatour") und eine Talksendung im "Hangar 7" geplant - Talkmasterin soll "Puls 4"-Moderatorin Isabella Richtar sein. Auch eine Society-Sendung wartet mit einem alten TV-Bkannten auf: Ex-Starmaniac Eric Papilaya ist hier als Reporter an Bord.

Seriös

Insgesamt positioniert sich "Servus TV" seriös. Man wende sich "an die unterschiedlichsten Zielgruppen, die allesamt eines verbindet: der Wunsch nach niveauvoller Unterhaltung", heißt es auf der Website servustv.com. "Ein Billigprogramm mit Kartenlegern wird das jedenfalls nicht", so ein Insider. Das Programm ziele weniger auf Konkurrenz zu heimischen Privaten wie ATV oder Puls 4, "man geht eher in Richtung 3sat oder arte". Immerhin soll "Servus TV" den persönlichen Fernseh-Geschmack seines Besitzers widerspiegeln. Dem entspräche noch ein heißes Gerücht: Mateschitz wolle dem ORF die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga abjagen. Diese sind im nächsten Jahr neu zu verhandeln. Und an Geld mangelt es Mateschitz - im Gegensatz zum ORF - ja eher nicht.

Zu empfangen ist "Servus TV" übrigens digital-terrestrisch, per Kabel und Satellit.

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