Wider den Einheitsbrei in der Volkskultur
Die ersten "Kulturgesprächen Lesachtal" widmen sich am Samstag der Volkskultur.
Zuletzt war die Volkskultur ja vom Land für deren Veranstaltungsreigen vereinnahmt worden", bedauert Werner Lexer von der Volksmusikakademie Lesachtal: "Wenn die Veranstaltungen der Volkskultur von Klagenfurt aus gesteuert und organisiert werden, zieht sich ein Einheitsbrei übers ganze Land." Das wird heute bei den ersten "Kulturgesprächen Lesachtal" Thema sein: "Wenn ich bei einem Verein bin, kann ich nicht die Bedingungen stellen, unter denen ich mitmache. Hier sehe ich die Gefahr, wenn Unterstützung seitens der Politik nur gewährt wird, wenn man sich bei so genannten Veranstaltern einfügt und deren Wünsche aufs Plakat schreibt!"
Bekanntlich musste der (auch) von den Lesachtalern kritisch beäugte Volkskulturkonsulent Richi Di Bernardo Mitte September nach Vorliegen des Rechnungshofberichtes seine Tätigkeit beenden. Nun wird besprochen, wie in Zukunft Vereinsförderung bei einer Bewahrung der Eigenständigkeit trotz gemeinsamer Veranstaltungen geschehen könnte. Zur Diskussion wird um 17 Uhr in Maria Luggau auch Kulturreferent Harald Dobernig erwartet ("VolksKultur & die Bewahrung des Regionalen").
Schon vorher, um 13 Uhr, steht das Spannungsfeld "VolksKultur & Jugend - Tradition als Kitt oder Spaltpilz zwischen gestern, heute und morgen" auf dem Programm. Als Gesprächspartner haben die Direktorin des Landesmusikschulwerkes, Barbara Ladstätter und Horst Baumgartner, Obmann des Blasmusikverbandes, zugesagt.
Lesachtaler Kulturgespräche. Samstag, Gasthof Luggau, Maria Luggau. Infos: www.volksmusikakademie.at















