Drei frühe "Lucky Luke"-Geschichten in einem Band
Drei Perlen aus den Anfangstagen der Serie, als Morris noch allein verantwortlich war, fasst "Westwärts" zusammen, der soeben im Ehapa Verlag erschienene "Lucky Luke"-Band 85.

Foto © ORF/Ma Dalton
1946 wurde "Lucky Luke" vom Belgier Morris (Maurice de Bevere) erfunden. Zunächst zeichnete und textete der 1923 geborene und 2001 gestorbene Comic-Künstler die Abenteuer des Cowboys, der schneller als sein Schatten zieht, selbst. Mit Autor Rene Goscinny, bekannt auch für seine Arbeit für "Asterix", fand er schließlich einen kongenialen Partner.
Unterschiede
60 Jahre sind die Storys "Die Rückkehr von Revolver-Joe", "Round-up" und "Der große Kampf" alt, was man den dynamischen und detailverliebten Zeichnungen allerdings nicht ansieht. Im Vergleich zu späteren "Lucky Luke"-Werken wirken die Figuren noch wie aus seinerzeitigen Zeitungscartoons, die Handlung liest sich wunderbar naiv. Running Gags und Wortwitz haben schon damals Morris' Arbeiten geprägt, zunehmend entwickelte sich der Charakter der Hauptfigur. Da die Kurzgeschichten beim ersten Erscheinen in Fortsetzungen abgedruckt wurden, endet fast jede Seite mit einer Pointe oder einem "Cliffhanger".
Die Frühwerke in "Westwärts" wurden im deutschsprachigen Raum erstmals 1960 in der Heftreihe "Der heitere Fridolin", dann 1970 in ummontierter Form in "Fix und Foxi Extra" und zuletzt 1991 im Rahmen der vergriffenen "Lucky Luke Classics" präsentiert. In der regulären "Lucky Luke"-Serie (Hard- und Softcover) erstrahlen die Bilder in perfekter Kolorierung.















