Erika Pluhar erhält Ehrenpreis des Buchhandels

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Die Schauspielerin, Sängerin und Autorin Erika Pluhar erhält am 10. November im Wiener Rathaus den diesjährigen "Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln". Offiziell bekanntgeben will der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels dies erst am 20. Oktober. Die Preisträgerin zeigte sich jedoch bereits am Donnerstag im "Kurier" erfreut.
Der Ehrenpreis habe "mit meinen Büchern zu tun, wie man mir so liebenswürdig mitteilte, aber auch mit meiner Haltung". Erika Pluhar wurde am 28. Februar 1939 in Wien geboren. Nach der Matura studierte sie am Max Reinhardt-Seminar, von wo sie unmittelbar nach ihrem Abschluss 1959 ans Burgtheater engagiert wurde. Ihr Rollenrepertoire reichte von der Salondame bis zum Charakterfach. Der große Durchbruch gelang ihr 1968 in Helmut Käutners Verfilmung von Maupassants "Bel ami". Von da an konnte sie sich Film- wie Fernsehrollen aussuchen, zwei Hollywood-Angebote schlug sie jedoch aus.
Ihre Karriere als Chansonsängerin begann Pluhar Mitte der 70er Jahre angeregt durch ihren zweiten Mann, Andre Heller. 1981 trat Pluhar erstmals als Autorin an die Öffentlichkeit. Sie machte zunächst mit Tagebuchaufzeichnungen auf sich aufmerksam. Nach autobiografischen Büchern erschien 1999 der erste rein fiktive Roman, "Matildas Erfindungen". Zuletzt erschienen die Bücher "Reich der Verluste" (2005), "Paarweise" (2007) und "Er" (2008).
Der "Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln" wird seit 1990 an Autoren und Autorinnen verliehen, die sich in ihrem Werk und durch ihr Engagement für Toleranz gegenüber kulturell anders geprägten Nachbarn eingesetzt haben. Die bisherigen Preisträger sind u.a. Milo Dor, Viktor Frankl, Gerhard Roth, Simon Wiesenthal, Hugo Portisch, Sir Peter Ustinov oder Paul Lendvai.














