Konzerte zu Hirnforschung und Musik in Salzburg
"hirn-hören" ist der Titel der Konzertreihe "Dialoge", mit der die Internationale Stiftung Mozarteum von 3. bis 6. Dezember in Salzburg neues, radikal anderes Hören vermitteln will. In Vorträgen, musikalischen Experimenten sowie hochkarätig besetzten Konzerten soll der Virtuosität und der Sprache in der Musik nachgeforscht werden.
Dabei will der traditionsreiche Salzburger "Mozart-Veranstalter" auch der Frage auf den Grund gehen, warum das Hören von alter Musik so vertraut wirkt, während das Hören neuer Musik vielfach als mühsam empfunden wird.
"Vier Tage lang werden wir dem Zusammenhang von Hirnforschung und Musik nachspüren", so der Intendant der Stiftung, Stephan Pauly, im APA-Gespräch. "Aber nicht im trockenen, rein wissenschaftlichen Sinn, sondern auf spielerische und sinnlich Weise. Ziel ist, besser zu verstehen, was beim Hören wirklich abgeht."
Der erste Abend dieses kleinen Festivals ist der Virtuosität gewidmet. Hirnforscher Lutz Jäncke wird erläutern, wie die verschiedenen Teile der Gehirns zusammenspielen, um komplexe emotionale und mechanische Abläufe zeitgleich absolvieren zu können. Danach werden Martin Grubinger, Jörg Widmann, Nicolas Hodges und der Trompeter Sergei Nakariakov mit Brahms oder Xenakis praktische Beispiele für die klangliche Seite der Virtuosität liefern.
Peter Ablinger hat in seinem Stück einen Brief von Schönberg in Klang verwandelt. Dafür hat er die Frequenzen der Originalstimme Schönbergs per Computer auf das Klavier übertragen. "Es ist absolut verblüffend", so Pauly, "wenn man nur die Musik hört, klingt das Ganze wie ein interessantes, aber abstraktes Stück Musik. Zusammen mit dem Text aber hat man das Gefühl, jedes Wort direkt, konkret und zugleich musikalisch verstehen zu können."















