Neues Tauziehen um die Wörtherseebühne
Laut Kulturreferent Harald Dobernig soll sich schon bald entscheiden, wer die Wörtherseebühne künftig bespielen wird. Neben neun privaten Bewerbern gilt das Stadttheater als klarer Favorit, soferne dafür die politischen Voraussetzungen geschaffen werden.
Laut Intendant Josef Ernst Köpplinger wären dies: ein parteienübergreifender Konsens, eine eigene Betreibergesellschaft, eine entsprechende Subventionierung sowie eine Spielpause im Jahr 2010. Sollte es an mehreren dieser Punkte scheitern, dürfte wohl die bisherige Betreibergesellschaft, die K&V VeranstaltungsGmbH, die Nase vorne haben. Der schlichte Grund dafür liegt in den zum Teil undurchsichtigen (Geschäfts-)Beziehungen zwischen der Kärntner Politik und den deutschen Managern, welche die Seebühne nach dem glücklosen Renato Zanella übernommen haben. Bis heute gilt zum Beispiel als ungeklärt, warum ein ausverkauftes Udo Jürgens-Konzert, das überall sonst auf der Welt die Kosten deckt, vom Land Kärnten mit 150.000 Euro subventioniert werden musste.
Nun haben die Grünen einen neuen Anlauf genommen, um auf solche Ungereimtheiten hinzuweisen. In einer Aussendung weist Grünen-Sprecher Rolf Holub darauf hin, dass die Eigentümerverhältnisse bei der K&V äußerst "unklar" seien: "Die einzige im Firmenbuch vermerkte Gesellschaft - die englische Firma Culture & Peace Ltd. - ist bereits seit 2007 gelöscht. Darüber hinaus hat die Firma ihren Namen in ,Kultur- K&V; VeranstaltungsgesmbH. - Wörthersee' geändert." Holub weiter: "Nach Zuspielung von geheimen Hinweisen rate ich Finanzlandesrat Dobernig dringend, die Bonität der K&V zu prüfen". Weiters solle Dobernig offen legen, "wie viel Steuergeld die K&V für welche Leistungen bekommen hat". 122.000 Euro Mietschulden bei der landeseigenen Wörtherseefestspiele-GmbH (aus den Jahren 2007/2008) hat die K&V mittlerweile beglichen.














