Wolf Haas ließ bei O-Tönen Fans zu Wort kommen

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Es war wahrscheinlich eine der letzten lauen Sommernächte, als Wolf Haas seinen jüngsten "Brenner"-Roman im Museumsquartier vorstellte. Im Rahmen des Literaturfests O-Töne las der Schriftsteller am Donnerstag aus seinem von den Fans bereits sehnsüchtig erwarteten Buch "Der Brenner und der liebe Gott". Über 3.000 Besucher wollten die Wiederauferstehung des legendären Ermittlers miterleben.
Schon eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung waren alle 1.000 aufgestellten Sessel besetzt. Bei der letzten Wolf Haas-Lesung am 31. August 2006 waren es laut Veranstalter "nur" um die 1.800 Menschen gewesen.
Das Interesse der Fans war groß: Der Stand der Buchhandlung "phil" im Museumsquartier, bestückt mit ca. 330 Exemplaren des neuen "Brenner"-Krimis, wurde heftig umdrängt. Schon im Vorfeld der Veranstaltung wanderten ca. 130 der vorhandenen Exemplare des Romans über den Ladentisch. "Es ist grauslich, aber man kommt nicht mehr davon los", so eine Krimileserin im Gespräch mit der APA.
Unter tosendem Applaus betrat Wolf Haas die Bühne und und schritt sofort zur Tat. Leser der vorangegangenen "Brenner"-Romane erkannten sofort die typische Haas-Sprache mit ihren verkürzten Sätzen wieder. Haas' fast beiläufiger Vortragsstil unterstütze diese noch.
Als Haas begann, aus dem ersten Kapitel von "Der Brenner und der liebe Gott" vorzulesen, wurde bereits herzhaft gelacht. Doch das wahre Highlight der Lesung waren die Kommentare der "Online Standard"-Forumsposter, welche der Autor zur Mitte der Lesung zum Besten gab. Der bekennende "große Internetnutzer" Haas las mit sichtlicher Freude Beiträge zu seinem in der Tageszeitung erschienenen Interview vor. Postings wie "der will ja nur die cash-cow melken", brachten nicht nur Publikum, sondern auch Autor zum Lachen. Nach planmäßigem Ende um 21.30 Uhr wurde heftig applaudiert.















