Farbe, Zeichen, Schatten
Frosch- und andere Perspektiven im Sommersalon.
"Frog is a frog." Lässt sich die Feststellung Gertrude Steins auch als Frage formulieren? Gerit Löschnig und Ulrich Plieschnig tun es. Mit Malerei. Plieschnig braucht dafür keinen Pinsel: "Geschüttete Bilder" aus konzentriert gelenkten Farbgüssen. Breite, leicht oszillierende Hintergründe, aufgebaut aus lasierten Schichten, die sensibel auf benachbarte Farbwerte achten, horizontal perforiert von kräftigen Farbflüssen, die exakt aufgetragen wurden. Die Irritationen, die dem Zufall und dem Eigensinn des Materials innewohnen, eingeplant, generiert er damit Wirklichkeitsschichten von aparter Schönheit.
Gerit Löschnig kreiert kleine, fragile Papierfiguren die sie in Fotos umsetzt, als Illustrationen zur Lyrik des Dichters Li Tai-bo. Einmal wie dreidimensional hingesetzte kalligraphische Skulpturen aus Tusche. Zum anderen als luftige Geistwesen aus transparenten Folien. Zurückgenommen und prächtig, wie die, auf wenige Zeichen reduzierten chinesischen Kurzgedichte. Kontrapunktisch kleine, ironische Tierzeichnungen.
Parallel dazu präsentiert Paul Kulnig ruhige Landschaftsbilder neben Schattenrissen von Menschen und einen zeichengeschwängerten Mikrokosmos aus Steinen.















