Von Wien bis Bregenz: "StadtLesen" im urbanen Raum
Von Mitte August bis Mitte Oktober laden "Lesewohnzimmer" in allen neun Landeshauptstädten zum Zuhören ein. Vom 3. bis 6. September wird der Grazer Hauptplatz zu einem Mikrokosmos zum Lesen.

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Leselampen, Sitzsäcke und Büchertürme: Von Mitte August bis Mitte Oktober wird in allen neun Landeshauptstädten für jeweils vier Tage ein kleines Leseparadies geschaffen. An einem öffentlichen Platz im urbanen Raum regen gemütliche Couchen, Genussbuffet und knapp 2.000 Bücher zum Lesen an. Das Highlight bildet in jeder Stadt ein besonderer Abend, an dem Autoren wie Robert Menasse, Alfred Komarek oder Gabriel Barylli aus ihren neuesten Werken lesen, heißt es am Freitag in einer Aussendung.
An prominenten Plätzen entstehen bis zu 100 Sitzmöglichkeiten in Form eines "Lesewohnzimmers" - so in Bregenz entlang des Bodensees an der Seepromenade, in Innsbruck vor dem Landestheater, in Salzburg auf dem Mozartplatz, in Graz von 3. bis 6. September 2009 auf dem Hauptplatz, in Klagenfurt auf dem Neuen Platz, in Eisenstadt auf dem Domplatz, in Linz an der Promenade vor dem Landhaus, in St. Pölten auf dem Rathausplatz und abschließend in Wien im Museumsquartier. Nach dem Motto "Von der Ordnung ins Chaos" erschafft der Künstler Peter Mairinger szenische Plätze, die vom Möbeldesigner Gansch durch einen Infospace und Büchertürme komplettiert werden.
Lesen ist Genuss
"Wir wollen zeigen, dass Lesen genussvoll ist", so Initiator Sebastian Mettler laut Mitteilung. Verlage und regionale Buchhandlungen stellen knapp 2.000 Bücher zur Verfügung, Bibliotheken schließen sich dem Lese-Event an und laden zeitgleich zu "Stadtlesen 365 Tage" ein. Die "Genuss Region Österreich"-Kampagne des Lebensministeriums spendiert als zusätzlichen Anreiz sowohl in der Leseecke am Platz als auch in den städtischen Bibliotheken Essen und Trinken - Gaumenfreuden, die mit Lesen "eine perfekte Genusskombination" ergeben sollen.
Wer sich von einem der Lesescouts zum Innehalten überreden lässt, kann einzelne Bücher auch in Hörbuchform genießen: So ist die Mozartstatue in Salzburg, die sich in ein Buch vertieft und daraus vorliest, nur eine von vielen "sprechenden Denkmälern". Kein Denkmal, aber ein berühmter Autor liest außerdem an einem der vier Abenden aus seinem aktuellen Werk. In Innsbruck stellt beispielsweise Robert Menasse sein neues Buch "Ich kann jeder sagen: Erzählungen vom Ende der Nachkriegsordnung" vor, in Linz liest Alfred Komarek. In Wien wiederum wird Gabriel Barylli aus seiner "Ballerina" lesend von solchen begleitet.













