Dreibändige "Theorie des Orgien Mysterien Theaters"
Im Namen des Seins: Hermann Nitsch legt eine Sammlung mit gewichtigen Themen vor.

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Das Personal ist imposant: Buddha, Anaximander, Heraklit, Platon, Jesus, Meister Eckhart, Giordano Bruno, Rubens, Spinoza, Kant, Goethe, Nietzsche, Wagner, Heidegger, Hitler, Sartre, Peter Kubelka. Um es auszugsweise vorzuführen.
Auch die Themen sind gewichtig. Es geht um "mystik und seinserfahrung", um "zeitlichkeit und ewigkeit", "seinsphilosophie", "entmythologisierung", "das begreifen des werdens", "die entstehung der gottesbegriffe", "meine abreaktionsspiele", "sprachstrukturen und sprachmodelle", "ethik, moral", "freiheit".
Eklektizistisch
In Summe geht es um "das sein". Diesen gemeinsamen Titel tragen die drei Bände "zur theorie des orgien mysterien theaters" von Hermann Nitsch. Fast 1100 (gänzlich unbebilderte) Seiten, gefüllt (wie man oben schon erahnt) weniger mit einer in sich geschlossenen gedanklichen Untermauerung, denn mit sehr offenen Überlegungen zu einem "oft eklektizistisch scheinenden gesamtkunstwerk" (Nitsch). An ihm arbeitet der Ex-Aktionist (der am 29. August 71 wird) seit mehr als vier Jahrzehnten mit bewunderungswürdigem Beharrungsvermögen. Mit Bildern, Objekten, Musik, Aktionen.
Um "das sein" kreisen viele der hier versammelten Texte. Der längste findet sich in der Abteilung "umdichtungen" und beschäftigt sich mit den Ideen Lao-Tses und dessen Tao Te King. In Kapiteln wie "zerstörung des fleisches" und "die tötung innerhalb des seins" versucht Nitsch eine Erklärung der umstrittensten Aspekte in seinem Werk: "das dionysische prinzip meint auch den krieg, den tod".
In Summe ist "das sein" eine durchwegs anregende Textsammlung, in der sich mit Gewinn "surfen" lässt. Durch Kürzungen hätte man vielleicht eine gewisse Redundanz des formulierten Gedankenguts verhindert. Denn manches wird auch in der Wiederholung nicht klarer.














