Pianist Nikolai Tokarew begeisterte Grazer Klassik-Fans

Foto ©
Der Einstand der heurigen Eggenberger Schlosskonzerte war von der Substanz her phänomenal. Der knapp 26-jährige Moskauer Pianist Nikolai Tokarew (Foto) zog, beileibe nicht nur technisch fulminant, sondern gleichermaßen in nur selten zu hörender klanglicher Bandbreite, alle denkbaren Register pianistischer Hochkunst. Hinzu trat eine bis an den Rand der physischen Erschöpfung reichende, umjubelte Gestaltungsintensität.
Eher seltsam mutete die Programmzusammenstellung an: Mag man drei von Grigory Ginsburg stammende Bearbeitungen von Edvard Griegs "Peer Gynt"-Suite noch hinnehmen, so verwunderten nach der Pause die beiden flach dahin tingelnden, ähnlich klingenden Fantasien über Tschaikowsky-Themen der Pianisten Paul August Papst und Alexander Rosenblatt (geboren 1956), die ein ganzes Jahrhundert trennt.















