Da zwitscherten die Saxophone
Selmer Saxharmonic begeisterten in Ossiach.
Barockmusik mit dem Saxophon, Antonín Dvoráks "Slawische Tänze" ebenfalls nur mit Saxophonen - ja geht denn das? Aber sicher: Dann nämlich, wenn zwölf Virtuosen am Werk sind, die die ganze Sax-Riege vom Sopranino bis hin zum herrlich dröhnenden Bass-Saxophon klingen lassen wie Fagotte, Oboen, Tuba und sogar wie Vögel.
Die Selmer Saxharmonic präsentierten sich am Dienstag im Hof des Stiftes Ossiach als Klangkörper mit enormer Bandbreite - und das gilt auch historisch: Henry Purcells Suite aus "Fairy Queen" war vielleicht klanglich noch gewöhnungsbedürftig, aber spätestens bei drei "Slawischen Tänzen" von Antonin Dvorák hatte das bestens zusammengespielte Ensemble das Publikum auf seiner Seite. Glänzend gelang unter der Leitung von Milan Turkovic, der auch durch den Abend führte, Dmitrij Schostakowitschs "Jazz-Suite Nr. 2" (und da vor allem der wunderschöne zweite Walzer), bei Jean Matitias "Devil´s Rage" kam der schmissige Jazz-Klang besonders gut zur Geltung.
Da kann man nur sagen: Der Titel des Abends war gleichzeitig ein eingelöstes Versprechen, nämlich: "sensaxionell". Zum Nachhören gibt es die Selmer Saxharmonic übrigens ab Oktober. Da erscheint dann die erste CD des ungewöhnlichen Klangkörpers.














