Londoner Royal Ballet tritt erstmals in Kuba auf
Geplant sind fünf Aufführungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna.

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Das berühmte Londoner Royal Ballet wird am Dienstag zum ersten Mal in seiner 78-jährigen Geschichte in Kuba auftreten. "Es ist eine große Ehre und Freude in Kuba zu sein. Denn das Tanzen ist tief in der kubanischen Kultur und in den Herzen der Kubaner verwurzelt", sagte Monica Mason, die Direktorin der Ballettgruppe. Die 96 Tänzer der Gruppe und 50 Techniker landeten bereits am Freitag in Kuba. Im Gegenzug wird das kubanische Nationalballett voraussichtlich im kommenden Jahr zu einem ersten Besuch nach London reisen.
Hommage
Das Royal Ballet wird in Havanna unter anderem eine Hommage an Alicia Alonso aufführen, die legendäre kubanische Tänzerin und Gründerin des kubanischen Nationalballetts. Noch heute leitet die inzwischen 88-Jährige die Gruppe, obwohl sie fast blind ist. In drei der fünf Aufführungen wird zudem der kubanischen Startänzer Carlos Acosta die Hauptrolle übernehmen. Der 36-Jährige Acosta begann seine Karriere im kubanischen Nationalballett und steht seit 1998 für das Royal Ballet als "Gasttänzer" auf der Bühne.
Ende Oktober steht in Kuba ein weiterer kulturelle Höhepunkt auf dem Programm: Nach einer Asientournee werden die New Yorker Philharmoniker, das älteste und vielleicht beste Symphonie-Orchester der USA, für zwei Tage nach Kuba kommen. Geplant sind ein Konzert in Havanna und Begegnungen mit lokalen Musikern, wie die kommunistische Parteizeitung "Granma" am Samstag berichtete. Im Februar 2008 hatten die New Yorker Philharmoniker als erste Musiker aus den USA überhaupt ein Konzert im stalinistischen Nordkorea gegeben.















