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    Zuletzt aktualisiert: 01.07.2009 um 11:30 UhrKommentare

    Trauer um Choreographin Pina Bausch

    Nach dem Tod der international gefeierten Choreographin Pina Bausch herrscht in der Kulturszene tiefe Trauer.

    Foto © AP

    Die große Avantgardistin des Tanztheaters war am Dienstagmorgen im Alter von 68 Jahren an einem Krebsleiden gestorben. Unter ihrer Leitung wurde das Wuppertaler Tanztheater, wo sie seit 1973 als Chef- Choreographin wirkte, weltberühmt. Pina Bausch galt mit ihrem Ensemble seit langem international als eine der wichtigsten Vertreterinnen der neuen deutschen Tanzkunst.

    Pedro Almodóvar. Der spanische Regisseur Pedro Almodóvar, der mit Bausch gut befreundet war, würdigte sie als Erscheinung die ihn stets inspiriert habe. Er pflegte nach eigenen Worten "von der ersten Umarmung an eine sehr enge Beziehung" zu der Künstlerin. Sie hatte an seinem 2002 oscarprämierten Film "Habla con ella" (Sprich mit ihr) mitgewirkt. "Sie war eine ewige Quelle der Freude", schrieb Almodóvar in einem Nachruf. "Unsere Freundschaft war heftig und auf ewig."

    Johann Kresnik. Erschüttert über den Tod von Bausch zeigte sich auch der österreichische Choreograph und Theaterregisseur Johann Kresnik im Gespräch mit dem Deutschlandfunk. "Was Pina Bausch gemacht hat, ist eine der größten künstlerischen Leistungen nach dem Krieg gewesen", sagte er.

    Horst Köhler. Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler schrieb an Rolf Salomon, den Sohn Bauschs, Deutschland habe eine Tänzerin und Choreographin von Weltrang verloren und nicht zuletzt eine herausragende Repräsentantin der Kulturnation. "Sie war Vorbild und Ikone, grandiose Erfinderin und visionäre Erneuerin", sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). "Pina Bausch hat mit ihren Choreographien Bomben gesetzt", sagte der Intendant des Hamburg Balletts, John Neumeier, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

    Karriere. Als Direktorin des neugegründeten Tanztheaters Wuppertal schuf sie seit den 1970er Jahren rund 40 Werke und wurde mit internationalen Auszeichnungen und Preisen überhäuft. Mit ihren radikalen Choreographien verstörte Bausch seit den 1970er Jahren ihr Publikum.

    Würdigung. Auch die Leitung des Internationalen Tschechow-Theaterfestivals in Moskau bedauerte ihren Tod. Pina Bausch sollte am 13. Juli eine große Pressekonferenz in der russischen Hauptstadt geben, anschließend stehen bei dem Festival vier Gastspiele des Stücks "Die sieben Todsünden" ihrer Compagnie auf dem Programm.


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