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Zuletzt aktualisiert: 19.06.2009 um 21:15 UhrKommentare

"Nova Rock": Harte Klänge, harte Sprüche

Der Beginn verlief reibungslos - und bei idealem Wetter. 54 Bands treten bis Sonntag in die Nachtstunden auf.

Beste Stimmung und viel laute Musik beim Nova Rock Festival

Foto © APABeste Stimmung und viel laute Musik beim Nova Rock Festival

In einer Zwangsjacke kam Disturbed-Sänger David Draiman auf die Bühne, und für diejenigen, die seine Band heute, Freitag, beim Nova Rock-Festival im burgenländischen Nickelsdorf zum ersten Mal sehen, versprach er die "Entjungferung":

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Bernd Melichar übers NovaRock

" Mit harten Sprüchen und harten Klängen, bei trotz gegenteiliger Ankündigungen vorerst idealem Wetter hat am Freitag Österreichs größtes Rockfestival begonnen. "Angesichts der Menschenmassen läuft alles reibungslos", hieß es bei den Behörden.
In Masken. Eine Horrorshow durfte man sich von der in Masken auftretenden Band Slipknot erwarten. Im Backstage-Bereich gaben sich die Musiker aber unverhüllt und freundlich.

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Hauptacts am ersten Tag

Manchmal nervt es schon, für ein einziges Foto die Masken überzuziehen", scherzte Chris Fehn (Percussions) im Interview mit der APA. "Aber meistens liebe ich ja meinen Job." Darum freut sich der Amerikaner, dass Slipknot mittlerweile anerkannt und nicht als Showtruppe abgetan wird. "Wir sind alle sehr talentierte Musiker", betonte Fehn. "Da steckt harte Arbeit und Überlegung in unseren Platten. Nach zehn Jahren sollten es die Leute ja begriffen haben, dass wir mehr als nur harte Klänge zu bieten haben."

Sonnebrand. Hitze, teils lebhafter Wind, aber kein Regen: Die Festivalbesucher mussten sich vorerst eher um Sonnenbrand sorgen als um Sturmwinde - die angekündigte Abkühlung mit Regen blieb bis in die frühen Abendstunden aus.

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150.000 Leute werden erwartet

250 Patienten hatte das Rote Kreuz bis etwa 19.00 Uhr versorgt, 30 davon kamen ins Krankenhaus. "Hauptsächlich zum Röntgen", sagte Thomas Horvath vom Roten Kreuz. "Die meisten sind wieder auf das Gelände zurückgekehrt." Die meisten von den Sanitätern versorgten Besucher hatten Probleme mit dem Kreislauf und kleinere Blessuren oder Schnittverletzungen. "Viele stolpern mit schlechtem Schuhwerk über das Gelände und verstolpern sich."

Ohne gröbere Zwischenfälle. Auch bei der Exekutive hieß es zunächst: "Alles in Ordnung", wie Bezirkspolizeikommandant Andreas Kohs berichtete. "Es gab keine gröberen Zwischenfälle, nur die bei solchen Veranstaltungen üblichen kleineren strafrechtlichen Einsätze - wie zum Beispiel wegen Sachbeschädigung oder Diebstahl." Es gab übrigens bei der Anreise keinerlei nennenswerte Verkehrsbehinderungen.

Geiern und Grölen. 160.000 Besucher werden bis Sonntag erwartet. "Es ist schön, dass Rockfans so loyal sind", meinte David Draiman von Disturbed auf das Publikum angesprochen im Gespräch mit der APA. "Denn diese Leute kaufen noch Platten und sind den Bands treu." Und die bereits Anwesenden verschwendeten keine kostbare Festivalzeit: Zwischen Fans im Hasenkostüm und vielen nackten männlichen Oberkörpern, zwischen temporären und permanenten Körperbemalungen und einer endlosen Vielfalt an mehr oder weniger sinnlosen T-Shirt-Aufschriften zeigte sich deutlich, dass geübte Festivalbesucher keine Aufwärmphase für die befreiende Entäußerung im burgenländischen Staub brauchen. Bei typischer hemmungsfreier Stimmung wurde gefeiert und gegrölt, Luftgitarre gespielt und getrunken.

Beste Stimmung. Den Soundtrack dazu lieferten am Freitagnachmittag auf der "Red Stage" u.a. "The Gaslight Anthem", deren Frontmann sich wunderte, dass ihm aus dem von der Performance durchaus angetanen Publikum freundlich ein Mittelfinger entgegengestreckt wurde - "das ist eigenartig", scherzte er. "Sonic Syndicate" freute sich auf der "Blue Stage", beim "bisher besten" Line-Up des Festivals dabei zu sein. Bei Disturbed geriet dann das Publikum vor der nach Veranstalterangaben bisher größten Festivalbühne in Europa so richtig in Konzertstimmung. Am Programm standen Freitagnacht neben Slipknot noch die wiedervereinigten Faith No More, die Nine Inch Nails, Mastodon und Metallica als Headliner auf der "Blue Stage".


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