Schönbrunn thematisiert Umweltzerstörung
Mit von Christoph Steinbrener und Rainer Dempf gestalteten Objekten in den Gehegen des Tiergartens Schönbrunn soll aufgezeigt werden, dass die Natur "in ernsthaften Schwierigkeiten ist", so Direktorin Dagmar Schratter am Dienstag. "Trouble in Paradise", heißt die künstlerische Intervention in den Zoogehegen, die bis 18. Oktober zum Nachdenken anregen und auch "polarisieren" soll, so Schratter.
Der Zoo zeige ein "idealisiertes Fenster", doch in der Natur sei die "Konfrontation mit der Zivilisation" als zerstörerische Kraft deutlich zu merken. Bei den Installationen, zu der u.a. auch eine bei sommerlichen Temperaturen scheinbar schneebedeckte Almhütte nahe des Elefantengeheges gehört, sei die oberste Prämisse gewesen, dass "die Tiere nicht zu Schaden kommen", sagt die Direktorin.
Bei einem Rundgang durch den Zoo am Dienstagvormittag waren die Kinder eher mit bewundernden Gruselbekundungen angesichts der Krokodile beschäftigt als mit der Frage, was denn die Badewanne in deren Gehege zu suchen hat. Auffälliger ist da schon das Giftfass im Aquarium. Auch der Schienenstrang, der sich quer durch das Bison-Gehege zieht, ist eigentlich riesig. Aber wenn Kinder ihre Eltern fragen, was das sein soll, dann kriegen sie oft einfach "falsche Antworten", sagt Steinbrener. Wer sich genauer informieren will: Die Sicht der Projektbetreiber findet sich in der zweisprachigen Publikation zur Ausstellung, die demnächst erscheinen soll. Steinbrener zeigte sich erfreut, dass sich anfängliche Skepsis bei einigen Zoo-Mitarbeitern im Laufe des Projektes in Zustimmung gewandelt habe.
"Wir sind am unmittelbarsten vom Klimawandel betroffen", sagte der Finanz-und Immobilienvorstand der Österreichischen Bundesforste AG, Georg Schöppl, die an dem Projekt als Kooperationspartner beteiligt ist. Daher wolle man mit derartigen Projekten "Bewusstsein schaffen - ohne erhobenen Zeigefinger".













