Ausstellung zeigt "demokratisch gewählte" Kunst
Die Karlsruher Ausstellung "Wahlheimat" zeigt 20 Künstler, die sich bei einer Internet-Wahl durchgesetzt haben.
Was die großen Parteien können, das kann die
Kunst schon lange, mag man sich in Karlsruhe gedacht haben. Und rief
den Kunstwahlkampf im deutschen Superwahljahr aus. Gemeinsam mit der
Karlsruher Hochschule für Gestaltung (HfG) kürte das Zentrum für
Kunst und Medientechnologie (ZKM) die Wahlsieger und zeigt ihre
Arbeiten in einer Ausstellung. Unter dem Titel "Wahlheimat"
präsentieren die 20 Künstler, die sich unter anderem im Internet und
durch Wahlwerbung im Rennen durchgesetzt haben.
Projekt. Ziel des Projektes sei es, "den demokratischen Wahlprozess auf die
Kulturgestaltung auszuweiten", sagte HFG-Prorektor Uwe Hochmuth vor Eröffnung der Ausstellung. Mehr als 7.000 Menschen hatten
zuvor ihr interaktives Kreuzchen gemacht. Das Ergebnis ist bis zum
28. September, den Tag nach der Bundestagswahl, in Karlsruhe zu
sehen.
Wahlgewinnerin mit 15,80 Prozent der Stimmen ist die Karlsruher
Künstlerin Renate Schweizer, die für ihre Arbeiten mit unzähligen
gebrauchten Teebeuteln bekannt ist. Nur knapp auf dem zweiten Platz
landete der "Street Artist" Christian Krämer mit seinem Graffiti-Werk
"Stadtgespräche".















