Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
19. Juni 2013 12:10 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
 
Vergessene Maya-Stadt in Mexiko entdeckt Carla Bruni gastiert im März 2014 in Wien Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kultur & Medien Nächster Artikel Vergessene Maya-Stadt in Mexiko entdeckt Carla Bruni gastiert im März 2014 in Wien
Zuletzt aktualisiert: 30.05.2009 um 06:00 UhrKommentare

Benny Goodman wäre 100 Jahre geworden

Als Benny Goodman vor einem Jahrhundert das Licht der Welt erblickte, lag nichts in seiner Wiege, was den Aufstieg zu einem der Größten des Jazz begünstigt hätte.

Foto © APA

Als Benny Goodman vor einem Jahrhundert das Licht der Welt erblickte, lag nichts in seiner Wiege, was den Aufstieg zu einem der Größten des Jazz begünstigt hätte. Goodman war weiß, der Sohn jüdischer Einwanderer aus Osteuropa. Ihm war die Musik der Schwarzen, die zu jener Zeit fast nur in verrauchten Kneipen, Clubs und Bordellen zu hören war, von Haus aus fremd. Und dennoch setzte er Meilensteine in der Geschichte des Jazz, verdiente sich den Titel des "King of Swing" und gab das erste Jazzkonzert in der Carnegie Hall in New York, einem Tempel der klassischen Musik. Am 30. Mai wäre Goodman 100 Jahre altgeworden.

Tribut. Das New Yorker Lincoln Center, seine Heimatstadt Chicago, Universitäten und Jazzkneipen quer durch die USA widmen ihm, dem schon zu Lebzeiten legendären Bandleader und Klarinettisten, bis in den Herbst hinein "Centennial-Konzerte".

Beliebt. Es gab nur einen, der Goodman an Beliebtheit gleich kam: Louis Armstrong. Doch Benny war anders als Satchmo. Er spielte mit Krawatte und Kragen und machte den Jazz "gesellschaftsfähig". Über den Swing gewann er weite Bevölkerungskreise für den Jazz, zunächst in den USA und dann über die US-Grenzen hinaus. Eigensinnig brachte Goodman in Zeiten der strikten Rassentrennung weiße und schwarze Jazzmusiker zusammen auf die Bühne. Als erster weißer Orchesterleiter nahm er farbige Musiker wie Lionel Hampton (Vibrafon) und Teddy Wilson (Piano) in seine Band auf.

Innovativ. Was ihm zu Gute kam, waren seine eigene Virtuosität und die hohen Erwartungen an seine Mitspieler. Als Goodman mit Traditionen brach und in der Carnegie Hall aufspielte, standen ihm die besten Musiker des Orchesters von Count Basie und Duke Ellington zur Seite. "Er ist einer der großen Stilisten des Jazz, ein Superlativ an Charme, Geist und Verbindlichkeit", schrieb der Jazz-Kritiker Joachim E. Berendt. Goodman war ein glanzvoller und eleganter Klarinettenspieler - im Jazz wie in der klassischen Musik. Er trat als Solist mit mehreren Symphonieorchestern auf. Bela Bartok, Paul Hindemith und Aaron Copland schrieben eigens Stücke für ihn.

Werdegang. Benny Goodman, das achte von zwölf Geschwistern, hatte früh musikalisches Talent gezeigt. Trotz der elterlichen Armut bekam er Stunden von einem Orchestermitglied der Chicagoer Symphoniker. Mit elf trat Goodman der Gewerkschaft bei und wurde "Berufsmusiker". Ausflugsdampfer auf dem Michigan-See ermöglichten ihm früh mit seiner Musik Geld zu verdienen. Vier Jahre blieb Goodman in der Band des Schlagzeugers Ben Pollack, bevor er sein eigenes Orchester gründete. "Let's Dance" war einer seiner bekanntesten Stücken.

Durchbruch. Ein Gastspiel in Los Angeles und die landesweite Übertragung im Rundfunk bescherte ihm 1935 den Durchbruch: Amerika war begeistert vom pulsierenden, mitreißenden Swing, der den zurückgewonnenen Optimismus nach Jahren der wirtschaftlichen Depression ausdrückte. Die eigentliche Goodman-Ära ging zwar schon zu Beginn der 1940er Jahre zu Ende, als der Swing vom Bebop abgelöst wurde. Doch Goodman feierte weiter Triumphe, 1956/57 bei einer Goodwill-Tour im Fernen Osten, 1962 bei einer Konzertreihe in der damaligen Sowjetunion. Fast 100 Millionen Platten von ihm wurden verkauft, mehrere Bücher geschrieben und ein Film gedreht: "Die Benny-Goodman-Story". Er selbst starb am 11. August 1986 in Manhattan an einem Herzinfarkt.

Von Gisela Ostwald, dpa













Events & Tickets

Die besten Events in Kärnten und der Steiermark. Plus: Tickets für alle Veranstaltungen in ganz Österreich online bestellen.

KLEINE.tv

 




Kultur-Fotoserien

styriarte-PK in Graz 

styriarte-PK in Graz

 

Schillernde Oscar-Nacht

APA

Oscarreife Vorstellung: Mit Michael Haneke und Christoph Waltz wurden auch zwei Österreicher mit den begehrten Preisen ausgezeichnet. Ein multimedialer Rückblick auf eine glamouröse Nacht!

World Press Photo

AP/Paul Hansen

Erschütternde Augenblicke: Männer halten eine Zweijährige und ihren drei Jahre alten Bruder in den Armen: Beide Kinder starben bei einem israelischen Luftangriff. Diese und ähnlich bewegende Aufnahmen überzeugten eine internationale Jury.

 

Peter Rosegger-Jahr

Landesarchiv

Im Jahr 2013 feiert die Steiermark den 170. Geburtstag von Peter Rosegger (1843-1918) mit zahlreichen Projekten, Veranstaltungen und Aktivitäten.

Kino-Fotoserien

Kate Winslet im Porträt 

Kate Winslet im Porträt

Bibliothekenführer

APA


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang