Theatertreffen: Preis für "Weibsteufel"-Darsteller
Birgit Minichmayr und Nicholas Ofczarek wurden in Berlin mit dem 2sat-Preis ausgezeichnet.

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Die beiden Österreicher Birgit Minichmayr und Nicholas Ofczarek sowie der Deutsche Werner Wölbern sind beim 46. Theatertreffen der deutschsprachigen Bühnen in Berlin für ihre schauspielerische Leistung in der Burgtheater-Produktion von Karl Schönherrs Drama "Der Weibsteufel" (1914) mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet worden. Dies teilten die Berliner Festspiele am Samstag in einer Aussendung mit.
Jury. "Die drei Schauspieler verkörpern das, was Theater ist. Menschen, die Menschen darstellen, Menschen, die Theater erzählen. Das ist eine Kunst, die gerade in der heutigen Zeit verloren geht", begründete die Jury demnach ihre Entscheidung. Der in der Jury vertretene Ex-Burgtheater-Direktor Claus Peymann hatte Minichmayr, Ofczarek und Wölbern nominiert.
Streitgespräch. Die insgesamt vier Juroren hätten sich in einem 60-minütigen Streitgespräch vor laufenden Kameras "in letzter Sekunde" auf die Preisträger verständigt, hieß es. Die drei teilen sich das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Sie setzten sich u.a. gegen den an Lungenkrebs leidenden Regisseur Christoph Schlingensief durch, der beim Festival für seine "Fluxus-Oratorium"-Inszenierung "Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir" gefeiert worden war.
Regie. Für die Regie von "Der Weibsteufel" zeichnete Martin Kusej verantwortlich. Die Inszenierung wird im Akademietheater gezeigt, und ist dort im Juni wieder zu sehen. Der Preis des TV-Senders 3sat für eine "zukunftsweisende Leistung" von Künstlern, die zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden, wurde heuer zum 13. Mal vergeben. Frühere Preisträger waren u.a. der in Kärnten geborene Kusej oder der 2001 verstorbene deutsche Autor, Regisseur und Bühnenbildner Einar Schleef.















