Fünfte Staffel von "Soko Donau" kommt
15 neue Folgen sollen im Herbst ins Fernsehen kommen.

Foto © ORF
Seit 20. April wird gedreht,
bis Oktober sollen die nächsten 15 mal 45 Minuten im Kasten sein. Für
Herbst ist die Ausstrahlung im ORF angekündigt - unter anderem mit
einer Folge vor dem beeindruckenden Ambiente des HGM. "Kriege gehören
ins Museum, Morde ins Fernsehen", konstatierte Satel-Chef Heinrich
Ambrosch.
Zwischenbilanz. Ambrosch durfte eine zufriedene Zwischenbilanz ziehen: In 15
Länder wurde "Soko Donau" bisher verkauft, unter anderem Südafrika
und Surinam. Im ZDF hält "Soko Wien", wie die Serie für das deutsche
Publikum heißt, als eine der erfolgreichsten Soko-Reihen bei einem
durchschnittlichen Marktanteil von 19,6 Prozent - und deutlich
besseren Werten als etwa "Soko Kitzbühel". In Österreich hingegen ist
die Alpenvariante noch erfolgreicher, allerdings ermittelt das
Kitzbüheler Team auch schon um einiges länger.
Wiener Schmäh beliebt. In Deutschland hingegen verkauft sich der typische Wiener Schmäh
sehr gut - und man spiele ja durchaus mit diesen klassischen
"Piefke"-Klischees, spielte Ambrosch auf Hauptdarsteller Stefan
Jürgens an. Er sei bereits das dritte Jahr in Wien, erzählte Jürgens,
aber die "Piefke"-Schmähungen höre er immer noch hin und wieder.
Trotzdem genießt Jürgens, der als Kommissar Carl Ribarski vor der
Kamera steht, den Dreh in Österreich: "Die letzten Wochen waren
wieder sehr angenehm", lobte er das Arbeitsklima, "dieses Land hat so
unglaublich tolle Filmemacher und Schauspieler".
Neu und aufregend. Ähnlich geht es seinen Konterparts Gregor Seberg als
Oberstleutnant Helmuth Nowak und Lilian Klebow als Revierinspektorin
Penny Lanz. "Mein Kurzzeitgedächtnis ist so schlecht ausgeprägt - für
mich ist das immer wieder neu und aufregend", meinte Seberg, der
privat eigentlich lieber aufseiten der Täter steht. "Das Leben ist eh
so einengend." Für Klebow ist es nach mehreren Monaten "Soko Donau"
stets schön, wenn sie dann wieder ein bisschen aus der Rolle
ausbrechen kann: "Man will ja nicht immer nur die Gute darstellen."
Pause. Doch nach fünf Monaten Pause von "Soko Donau" überwiegt nun
dennoch die Freude, wieder in dem bekannten Team arbeiten zu können.
Und auch das ist ja nicht so selbstverständlich angesichts der
schwierigen finanziellen Situation im ORF. "Ich hoffe, wir können
auch weiterhin österreichische Fernsehserien produzieren", klang
Ambrosch durchaus besorgt. Unterstützt werde man derzeit vom RTR
Fernsehfonds, dem Land Niederösterreich, dem Land Oberösterreich -
und auch vom neu geschaffenen Fernsehfonds Wien. "Es ist schließlich
momentan die einzige Serie, die in Wien gedreht und international
verkauft wird."















