22. Auszeichnung für "Ein Augenblick Freiheit"
Der international vielfach preisgekrönte österreichische Film "Ein Augenblick Freiheit" ist auch beim 19. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern als großer Sieger gefeiert worden. Die eindrucksvolle wie beklemmende Beschreibung der teilweise tragisch endenden Odyssee kurdischer Flüchtlinge aus dem Iran erhielt am Samstagabend in Schwerin den mit 7.500 Euro dotierten Hauptpreis "Fliegender Ochse".
Der im Iran geborene und heute in Österreich lebende Regisseur Arash T. Riahi bekam für sein Spielfilmdebüt zudem den Regiepreis. Es ist die 22. Auszeichnung für den Film seit Oktober vergangenen Jahres.
Zum besten Kurzfilm kürte die Jury den deutsch-polnischen Beitrag "Birthday" von Andrzej Krol. Der Hollywood-Kameramann Michael Ballhaus wurde für seine herausragenden Leistungen mit dem Ehrenpreis des Festivals, dem "Goldenen Ochsen", geehrt. Die Preisskulpturen sind Anlehnungen an das Wappentier des Landes, den Stier.
Festival-Leiter Hasso Hartmann zeigte sich mit dem künstlerischen Gehalt der Wettbewerbsbeiträge und auch mit der Zuschauerresonanz sehr zufrieden. Trotz direkter Konkurrenz durch die Bundesgartenschau in Schwerin rechneten die Organisatoren bis Sonntagabend erneut mit etwa 17.000 Besuchern. "Im Wettbewerb waren fast alle Vorstellungen ausverkauft", sagte Hartmann. Auch die Reihe "Filme der Wende", mit dem das Filmkunstfest an den politischen Umbruch in der DDR vor 20 Jahren erinnerte, habe viele Menschen ins Kino gelockt. "Die Diskussionen danach waren ebenfalls sehr interessant". Für das Jubiläumsfestival im kommenden Jahr erwägt Hartmann eine Hommage an Armin Müller-Stahl als "Gesamtkunstwerk". Der auch in Hollywood erfolgreiche ostdeutsche Schauspieler malt, spielt Geige und ist Autor.














