Pariser Eiffelturm feiert 120-jähriges Bestehen
Mit zwei Ausstellungen wird das 120-jährige Bestehen des Eiffelturms, des unumstrittenen Symbols der Seine-Metropole und meistbesuchten gebührenpflichtigen Denkmals der Welt, gefeiert.

Foto © Reuters
Der
300 Meter hohe Metallturm des Ingenieurs Gustave Eiffel , der jedes
Jahr sieben Millionen Besucher anlockt, öffnete seine Tore am 15. Mai
1889 anlässlich der Weltausstellung. Der Turm sollte ursprünglich
nach der Schau wieder abmontiert werden.
Ausstellung. Ebenfalls am 15. Mai öffnet im ersten Stock und in den Treppen des
Turms die Ausstellung "Epopee de la tour Eiffel", die bis zum 31.
Dezember zu sehen ist. Dabei sind unter anderem 36 Bilder der
Konstruktion aus den Jahren 1889 bis 1902 von Henri Riviere zu sehen.
Ein Teil der kostenlos zugänglichen Ausstellung ist dem Privatleben
von Gustav Eiffel gewidmet, der fünf Kinder hatte und im Alter von 91
Jahren starb. Im Pariser Rathaus ist von Donnerstag bis Ende Mai eine
Ausstellung mit dem Titel "Gustave Eiffel, le magicien du fer"
("Gustav Eiffel, der Zauberer des Eisens") zu sehen. Ausgestellt
werden verschiedene Modelle des Turms und Fotos von den Bauarbeiten.
Jahrestag. Anlässlich des Jahrestages wurde die "alte Dame" völlig neu
gestrichen. Während des französischen EU-Ratsvorsitzes im zweiten
Halbjahr 2008 wurde der Eiffelturm jede Nacht mit 20.000 Glühbirnen
dunkelblau beleuchtet. Wenn der Eiffelturm mittlerweile auch zum
Sinnbild von Paris wurde, so sorgte er nicht immer für
Einstimmigkeit. 1887 starteten zahlreiche Künstler, unter ihnen Guy
de Maupassant, Charles Garnier und Charles Gounod, eine
Unterschriftensammlung gegen dieses "unnütze und monströse Projekt".
Selbst Eiffel sah das Projekt seiner beiden Ingenieure Maurice
Koechlin und Emile Nougier skeptisch und übernahm es erst dann in
seinem Namen, als der Architekt Stephen Sauvestre einige
Verschönerungen am Projekt vorsah.
Projekte. Unter den weiteren Projekten, die Eiffel verwirklicht hat,
befinden sich die innere Eisenstruktur der Freiheitsstatute von New
York, das Observatorium von Nizza, die Brücke von Douro und das 122
Meter hohe Viadukt von Garabit. Seit 1890 hegte Eiffel bereits das
Projekt einer unterirdischen Metrobahn in Paris sowie eines U-Bootes,
mit dem er den Ärmelkanal durchqueren wollte.














