Kärnten baut auf Afrika
Kärntner Architekturstudenten errichteten in der Nähe von Johannesburg ein ansprechendes Schulgebäude aus Lehm und Stroh.
Rund 7000 Stunden lang haben Kärntner Architekturstudenten betoniert, Lehm gestampft, gemauert und Holzträger verschraubt, um Schülern eines südafrikanischen Townships ein Dach über den Kopf zu geben. Konkret ging es um die Erweiterung des Ithuba Skills College südöstlich von Johannesburg, das ein neues Klassengebäude samt angeschlossener Werkstätte erhalten sollte. Hier werden in einer fünfjährigen Ausbildung klassisches Schulwissen, aber auch praktische "skills" wie Tischlern oder Elektro-Installation vermittelt.
Sozialprojekt. Nach mehrmonatiger Planungsphase an der Fachhochschule Spittal wurde das Sozialprojekt schließlich im Februar und März in die Tat umgesetzt. Unter dem Motto "build together, learn together" waren auch südafrikanische Schüler in die Realisierung des Projektes eingebunden. Sie sollen in Zukunft ihre eigene Schule instand halten.
Nachhaltiges Bauwerk. "Wir finden, die Umsetzung des Gebäudes ist uns gut gelungen", sind Christian Probst und Erhard Steiner mit sich und ihren rund ein Dutzend Kärntner Studienkollegen zufrieden. Gemeinsam mit ihrem Architekturprofessor Peter Nigst haben sie aus Lehm und Stroh ein nachhaltiges, kostengünstiges und ansehnliches Bauwerk geschaffen und dabei ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern können.
Organisatorische Umsetzung. Geld und Materialspenden im Wert von insgesamt 42.000 Euro steuerten Firmen wie die Weissenseer Holz-System Bau GmbH bei. Für die organisatorische Umsetzung sorgte der Verein "S2arch". Dieser steht für "social, sustainable architecture" und hat sich unter der Leitung des Wiener Politikers Christoph Chorherr zum Ziel gesetzt, europäische Architekturstudenten für kommunale Bauten in Südafrika zu gewinnen.
Features
Fakten
Bisher konnten elf Projekte realisiert werden, darunter auch Kindergärten oder Bibliotheken.















