Renovierung für Wiens Sisi-Museum
Die Kaiserin Elisabeth gewidmete Schau in der Hofburg wird fünf Jahre nach der Eröffnung gänzlich umgestaltet.

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Dabei
erhalten zahlreiche Neuankäufe der vergangenen Jahre einen Platz im
Museum, darunter auch detailgetreue Rekonstruktionen historischer
Kleidungsstücke wie etwa das prunkvolle ungarische Krönungskleid.
Reparaturen. Allerdings hat auch der Museumsbetrieb in den Kaiserappartements
mit mehr als drei Mio. Besuchern seit der Eröffnung im April 2004
seine Spuren hinterlassen. So wurden nun bereits neue Fußböden
verlegt, die Wände teils gestrichen und sämtliche Bildreproduktionen
erneuert. Die Samtauskleidung der Vitrinen wurde ausgetauscht und
diese mit Feuchtigkeits- und Temperaturfühlern ausgestattet. Um Strom
zu sparen setzt man überdies auf LED-Technologie.
Besucher. Der Besucheransturm hatte nicht nur den Vorteil, dass die
Investitionskosten schnell wieder eingespielt waren. "Die Einnahmen
haben es uns auch ermöglicht, laufend neue Objekte aus dem privaten
Bereich der Kaiserin anzukaufen", berichtet Franz Sattlecker,
Geschäftsführer der Schloss Schönbrunn Kultur- und BetriebsgesmbH
(SKB), zu der das Sisi-Museum gehört.
Umgestaltung. Bereits zu sehen ist im Zuge der Umgestaltung eine Vitrine mit dem
Trauerschmuck der Kaiserin. Diesen trug Elisabeth nach dem Selbstmord
ihres Sohnes Rudolf. Das sechsteilige Set ist nicht mit echten
Steinen bestückt - ein üblicher Brauch, da man sich während der
Trauerzeit mit Äußerlichkeiten zurücknehmen wollte. Die Kollektion
stammt aus dem Nachlass der Sisi-Tochter Marie-Valerie, der im
Vorjahr von der SKB ersteigert wurde.
Rekonstruktion. Bis Mitte Juni wird dann auch der Bereich zu den Mädchenjahren der
Kaiserin durch die Rekonstruktion eines Kinderkleides aufgewertet,
das eine Figurine schmücken wird, die auf einer von der Decke
hängenden Schaukel sitzt. Überdies gibt es dann erstmals eine Harfe
zu sehen, welche Elisabeth aus Bayern mitnahm. Im dem Attentat auf
die Kaiserin gewidmeten Raum werden Hut mit Reiherfeder, schwarze
Stiefletten und nicht zuletzt jener schwarze Mantel ausgestellt, mit
dem die Monarchin nach dem Anschlag zugedeckt zurück ins Genfer Hotel
Beau Rivage gebracht wurde.
Metropolen. "In den Metropolen der Welt von Tokio über Paris und London bis zu
New York sind Kostümmuseen wahre Publikumsmagneten. In Wien gibt es
trotz der legendären Sammlungen keine Einrichtung dieser Art. Durch
weitere Rekonstruktionen von Kleidern der Kaiserin wird wenigstens im
Sisi-Museum dem Publikumsinteresse an historischen Kostümen
entsprochen", begründet der mit der Umgestaltung beauftragte
Bühnenbildner Rolf Langenfass sein Konzept.















