Plädoyer für Bin Laden im holländischen TV
Das holländische Fernsehen hat dem mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge des 11. September 2001 einen TV- Verteidiger spendiert.

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Es gebe viele Indizien, die an Osama Bin Ladens Schuld zweifeln ließen, erklärte der Amsterdamer Staranwalt Gerard Spong vor der ersten Sendung der neuen Reality-Serie "Advokat des Teufels" am Mittwoch.
Fiktives Verfahren. Spong will in fiktiven Gerichtsverhandlungen, die der öffentlich-rechtliche Fernsehsender Nederland 2 in den nächsten Wochen ausstrahlt, nicht nur einen Freispruch für den meistgesuchten Terroristen der Welt erreichen. Auch für fünf weitere "grausamer Verbrechen verdächtigte Menschen" will sich der Advokat einsetzen, dessen Honorarsätze im realen Leben nach eigenem Bekunden "zwischen 400 und 450 Euro pro Stunde" liegen.
Urteile. Die TV-Urteile werde jeweils eine "Bürger-Jury" fällen, erklärte die Rundfunk- und TV-Gesellschaft AVRO, die "Advokat des Teufels" produziert. Als "Ankläger" gegen Bin Laden wurden ein früherer US-Korrespondent und ein Terrorismus-Experte engagiert. Welche umstrittenen "Angeklagten" im Mittelpunkt der nächsten Sendungen stehen, wurde noch nicht mitgeteilt.
Keine Bedenken. Bedenken gegen eine Verteidigung Bin Ladens vor einem TV-Publikum hatte Spong nicht. "Auch Menschen, die Verbrechen verübt haben sollen, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigen, müssen verteidigt werden", sagte er dem "Allgemeen Dagblad".
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Der aus Saudi-Arabien stammende Sohn reicher Eltern gilt als einer der größten flüchtigen Terroristen. Die USA haben auf ihn ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar ausgesetzt. Er soll der Drahtzieher hinter den Anschlägen vom 11. Sep-














