Abbado plant Rückkehr an Mailänder Scala
Nach 16 Jahren findet wieder ein Konzert mit dem Dirigenten und dem Scala-Orchester statt.

Foto © APADer Maestro bei der Arbeit
Der italienische Stardirigent Claudio Abbado, Leiter des Lucerne Festival Orchestra, will nach 16 Jahren wieder ein Konzert an der Mailänder Scala dirigieren. Vor einigen Monaten hatte der Dirigent betont, dass er nach Mailand zurückkehren würde, wenn man ihm die Anpflanzung von 90.000 Bäumen in der lombardischen Metropole garantiere. Der Präsident der Provinz Mailand, Filippo Penati, hat sich daraufhin in Bewegung gesetzt. Dem 75-jährigen Dirigenten wurde der Plan zur Anpflanzung der Bäume in verschiedenen Teilen der Stadt vorgelegt und Abbado stimmte zu, ein Konzert an der Mailänder Scala zu dirigieren. Das Datum des Konzerts soll in den nächsten Tagen beschlossen werden.
1993 an der Scala dirigiert. 1986 hatte Abbado im Streit mit dem Opernhaus die Musikleitung der Scala aufgegeben. Seitdem hatte er das Scala-Orchester nicht mehr dirigiert. Auftritte der Wiener Philharmoniker leitete er dort allerdings in den Jahren 1988 und 1992, zuletzt hatte Abbado die Berliner Philharmoniker an der Scala im Jahr 1993 dirigiert.
Gesundheitliche Probleme. Abbado, dessen Vertrag als musikalischer Direktor des Schweizer Orchesters vor wenigen Monaten bis 2014 verlängert wurde, litt in jüngster Zeit unter ernsten gesundheitlichen Problemen, nähere Einzelheiten wurden aber nicht bekannt. Vor acht Jahren hatte er sich einer Operation wegen einer Magenkrebserkrankung unterzogen. Abbado zählt zu den bedeutendsten Dirigenten der Nachkriegszeit. Er arbeitete unter anderem an der Mailänder Scala, beim Londoner Symphony Orchestra, an der Wiener Staatsoper sowie bei den Berliner Philharmonikern.













