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    Zuletzt aktualisiert: 08.04.2009 um 05:45 UhrKommentare

    Schauspieler Hans Korte wird 80

    Für die Zukunft hat der Tausendsasssa noch viele Pläne, die aber nichts mit der Schauspielerei zu tun haben.

    Charles Brauer und Hans Korte (re)

    Foto © ORF / Samt und Seide 'Liebesträume'Charles Brauer und Hans Korte (re)

    Er war der "König von Sankt Pauli" und der grummelige Kommissar in der Krimiserie "Lutz & Hardy". Seine Fernsehfans liebten den Mann mit der markanten Hornbrille für seine Auftritte in "Der große Bellheim" oder im "Tatort". Eigentlich aber gehört das Herz von Schauspieler Hans Korte der Bühne - einen Großteil seines Lebens arbeitete er als Regisseur und Mime am Theater. Kurz vor seinem 80. Geburtstag am 8. April hat er zu seinen Wurzeln zurückgefunden und widmet sich vor allem der Musik. "Ich habe mich mehr oder weniger vom Bildschirm verabschiedet." Fernsehen spielt in seinem Leben keine große Rolle mehr. "Ich schaue auch ganz selten selber fern."

    Musik, Musik, Musik. Mit der Musik fing alles an, in den 1930er und 1940er Jahren in Bochum. Korte sang damals im Kinderchor. "Wenn die Oper Köln nach Bochum kam, musste unser Kinderchor immer einspringen", erinnert er sich. Er sang in "Carmen" und im "Wildschütz", bald schon durfte er kleinere Rollen spielen. "Da war ich schon drin." Nach dem Abitur studierte er Musik in Köln und Detmold, blieb aber gleichzeitig am Theater. Ohne Schauspielausbildung wurde er in Augsburg engagiert, in den 1960er Jahren wurden die Münchner Kammerspiele auf ihn aufmerksam.

    Regisseur. Korte war der Mephisto in Goethes "Faust" und Friedrich Dürrenmatts "König Johann". Immer wieder arbeitet er auch als Regisseur. In München, wo er seit über 40 Jahren lebt, wurde er durch seine Arbeit an den Kammerspielen und am Residenztheater zur Institution. Den häufig ernsten Themen auf der Bühne standen seine nicht selten komödiantischen Fernsehfiguren gegenüber: Er wurde zum Serienstar und sorgte vor allem in Rollen als grummeliger Zeitgenosse für Unterhaltung.

    Fünfte Ehe. Doch das liegt für Korte lange zurück, an manche Rollen will er nicht mehr erinnert werden. Heute widmet er sich vor allem der Musik. "Ich habe als junger Mann Musik studiert und das lange vergessen gehabt. Jetzt will ich mich da wieder weiterentwickeln." Musik mache er für sich persönlich, oft verbringe er Stunden am Klavier. "Es ist eine echte Herausforderung, eine Bruckner-Partitur durchzuarbeiten. Das hat mit schönem Anhören nichts mehr zu tun", erzählt er und lacht dabei. Privat ist er in fünfter Ehe mit der Schauspielerin Barbara Rath verheiratet. Einer seiner zwei Söhne, Thomas Korte, hat sich als Puppenspieler einen Namen gemacht.

    Hobby-Historiker. Auf die faule Haut legen und keine Herausforderung mehr zu haben, ist nichts für ihn. Deshalb bleibt er auch Hobby-Historiker, ein Interesse, dem er schon länger nachgeht. "Die Epochen werden nacheinander durchgearbeitet. Dafür lasse ich mir viel Zeit." Momentan beschäftigt er sich mit dem 19. Jahrhundert in Europa: "Da hat man viel zu tun." Für die Zukunft hat er noch einige Pläne, die allerdings nichts mehr mit seinem Schauspieler-Beruf zu tun haben. "Ich habe alle meine Rollen gespielt."

    Mit Humor Älterwerden. Das Älterwerden sieht er mit Humor: "Es ist in Zukunft durchaus möglich, dass ich über verschiedene Themen noch was schreibe - ich bin ja noch jung." Seinen Geburtstag will er im kleinen Kreis feiern. "Es kommen ein paar Freunde, die so alt sind wie ich. Dann bedauern wir uns erst, dass wir schon so alt sind. Aber dann sagen wir uns: Wir wollen uns freuen, dass wir es so weit geschafft haben."




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