Ausstellung über Alltagsgegenstände
Unter dem Titel "Every Thing Design" präsentiert das Museum für Gestaltung Zürich erstmals das ganze Spektrum seiner Sammlungen.
Zentrales Thema dabei ist der Wertewandel
im Gegensatz zur Wertbeständigkeit. Unter dem Aspekt des Wertewandels
ließen sich über Jahrzehnte hinweg wiederkehrende Qualitätsmerkmale
und Entwicklungen in der Produktion und Rezeption von Designobjekten
feststellen, schreibt das Museum in einer Mitteilung vom Donnerstag.
400 Objekte. Die Ausstellung präsentiert über 400 Objekte aus allen Sparten,
die bis heute eine wichtige Rolle für Forschung und Entwurf spielen,
wie das Museum weiter festhält. Die Schau gliedert sich in zehn
Themenblöcke. Den Auftakt bildet das Kapitel "Wandel", in dem Objekte
präsentiert werden, die aus der Mode gekommen sind. Demgegenüber
steht die "Konstanz". Hier sind Werke zu sehen, die bis heute
Gültigkeit haben und immer noch im Umlauf beziehungsweise in Gebrauch
sind. Man denke dabei beispielsweise an den Sparschäler, den
Gartensessel von Willy Guhl oder die Freitagtaschen.
Einzigartig. Das Museum für Gestaltung ist nach eigenen Angaben die einzige
Institution in der Schweiz, die seit 1875 Plakate, Grafiken und
Objekte alltäglicher und künstlerisch anspruchsvoller Designkultur
sammelt. Heute lese sich das Inventar wie das Who is Who der
internationalen Gestalterszene. Von Toulouse-Lautrec, Alfons Mucha,
El Lissitzky, Jan Tschichold über Josef Müller-Brockmann bis zu
Sophie Taeuber-Arp, Henry van de Velde, Oliviero Toscani und Félix
Vallotton befänden sich außergewöhnliche Werke in den Sammlungen.
Besonders spannend zu beobachten seien die Entwicklungen bei den
vielen Prototypen.
Die Publikation zur Ausstellung "Every Thing Design" wurde von der
Niederländerin Irma Boom konzipiert und gestaltet. Entstanden sei ein
Designobjekt, das zu einer Entdeckungsreise durch die Bestände der
Plakat-, Design-, Kunstgewerbe- und Grafiksammlung einlade. Weitere
Werke von Boom sind im Plakatraum ausgestellt.














