Neuerlich Platin für die Heiligenkreuzer Mönche
Ihre im Mai 2008 vorgestellte CD "Chant - Music for Paradise" ist allein in Deutschland etwa 240.000 Mal verkauft worden.

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Auf einer neuen "Super
Deluxe Edition" des Tonträgers finden sich nun auch drei zusätzliche
Choräle der Osterzeit.
Erfolg. "Chant" hat voll eingeschlagen, wenn man die Zahlen hört, die
Stifts-Sprecher Pater Karl Wallner im Gespräch mit der APA nannte.
850.000 Mal ist die CD demnach bisher weltweit über die Ladentische
gegangen. 128.000 verkaufte Exemplare allein in Österreich bedeuten
nicht weniger als Sechsfach-Platin. Platin gab es außerdem in
Großbritannien, den Niederlanden und in Polen. Selbst in Australien
stehe "Chant" knapp vor Gold, so Wallner. In den USA waren die
Zisterzienser "Nummer eins" der Klassik-Charts.
Nicht reich. "Aber wir werden nicht reich", stellte der Pater im APA-Gespräch
unmissverständlich klar, obwohl er binnen eines Jahres von einer Mio.
verkaufter Tonträger ausgehe. Pro verkaufter CD gebe es 55 Cent für
die Mönche. Das Geld fließe ausschließlich in die Priesterausbildung,
betonte Wallner. Es sei in nächster Zeit auch "kein weiteres
CD-Projekt" geplant. Den Donnerstag bezeichnete der Pater demnach als
"eine Art Abschluss für ein Jahr, das uns in die Öffentlichkeit
gebracht hat". Die Aufnahmen für die CD hatten genau zwölf Monate
zuvor begonnen - am 2. April 2008.
Keine Tour. "Mit einer Tournee und Konzerten wären wir jetzt sehr, sehr
reich", sagte Wallner bei einem Festakt. Aber das Kloster wäre dann
nicht mehr das, was es sei. Daher sei auch keines der Angebote für
Auftritte "von Tokio bis Rio de Janeiro" angenommen worden.
Festakt. Bei einem Festakt im Stift Heiligenkreuz ist am Donnerstag
außerdem das Buch "Chant - Leben für das Paradies" von Bernhard
Meuser vorgestellt werden. Es trägt den Untertitel "Die singenden
Mönche von Stift Heiligenkreuz". Meuser hat 22 der 74 Zisterzienser
in Heiligenkreuz porträtiert und schildert ihre Lebenswege und
-visionen.
"Bremser". Was die CD angehe, sei er eigentlich ein "Bremser" gewesen, sagte
Abt Gregor Henckel-Donnersmarck bei dem Festakt. Nun sehe er "mit
Freude, dass das Projekt abgeschlossen ist", und auch "mit
Zuversicht, dass wir nicht ständig abwehren müssen". Es habe eine
Vielzahl von Anfragen gegeben. Wenn "in absehbarer Zeit" eine Mio.
Tonträger von "Chant" verkauft seien, so wünsche er dem gleichnamigen
Buch "einen Erfolg von mehreren Millionen". Die Menschen könnten
nachlesen, welch "merkwürdige Tiere" mit ihren Gesängen das in
Heiligenkreuz seien und was selbige denken würden.
Porträts. Die porträtierten Mönche hätten bei Meuser "Zeugnis geben können,
dass man uns persönlich kennt", so Henckel-Donnersmarck. Der Abt
selbst natürlich auch. "Ich habe das Buch noch nicht gelesen." Er
werde das aber tun, betonte Henckel-Donnersmarck. Er höre nämlich
nicht nur, dass es eine "großartige Form", sei "wie 21 Mitbrüder und
ich" vom Autor ermuntert worden seien, Zeugnis zu geben, sondern
auch, dass er seine Mitbrüder erst dann "wirklich kennen" werde.
Buch. Laut Wallner geht es auch für die Mönche selbst "auf der Ebene des
Buches" weiter. Er selbst hat "Wer glaubt wird selig" geschrieben,
präsentiert im März in Leipzig. Abt Henckel-Donnersmarck schreibe an
gleich zwei Büchern. In einem gehe es um Anekdoten aus dem Stift,
verriet Wallner.















