Zweite Chance für "Mea culpa" im Juni
Wer für die am Mittwoch zu Ende gehende Aufführungsserie der "ReadyMadeOper" von Christoph Schlingensief "Mea culpa" keine Karten mehr ergattert hat, hat vom 26. bis 28. Juni eine zweite Chance.

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Der Vorverkauf für die zweite Aufführungsserie beginnt am Donnerstag. Karten gibt es an allen Vorverkaufsstellen (Burgtheater, Zentrale Kassen Operngasse, Staats- und Volksoper) sowie telefonisch.
Jubel. Die "Oper" war ein großer Erfolg, Christoph Schlingensief erntete Jubel und lange anhaltenden herzlichen Applaus. "Mea culpa" ist eine zweieinhalbstündige, mit großem Ensemble und Bühnenaufwand betriebene Beschäftigung mit einem höchst intimen Thema: Schlingensiefs Krebserkrankung, die ihn zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Tod und den Möglichkeiten, diesem doch noch von der Schaufel zu springen, gebracht hat.
Drehbühne voller Geschichten. Auf der mit zahlreichen Aufbauten vollgestellten, immer wieder in Bewegung gesetzten Drehbühne tummelt sich eine Vielzahl von Schauspielern (darunter ein großartiger Joachim Meyerhoff als Alter Ego des Regisseurs). In zahlreichen über die Szene projizierten Filmausschnitten wird auf Schlingensiefs Vergangenheit als Filmregisseur, in etlichen musikalischen Wagner-Zitaten auf seine Bayreuther "Parsifal"-Inszenierung Bezug genommen. Im dritten Akt steht sein Zukunftsprojekt für ein Opernhaus in Afrika ins Zentrum. Denn Schlingensief, der auch selbst in einer kurzen Szene mitwirkt, hat noch viele Pläne und lässt sein Bühnen-Ich die abschließende große Sterbeszene so kommentieren: "Das war so schön! Ich danke euch! Aber ich mag noch nicht!"















