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    Zuletzt aktualisiert: 26.03.2009 um 05:00 UhrKommentare

    Soul-Diva Diana Ross wird 65

    Sie hatte nähen gelernt und von einer Zukunft als Modedesignerin geträumt. Stattdessen wurde Diana Ernestine Ross aus der Autostadt Detroit zur Diva des schwarzen Amerikas.

    Foto © APA

    Mehr als 100 Millionen Platten hat die Soulsängerin verkauft. "Billboard" ernannte sie bereits 1976 zur "Entertainerin des Jahrhunderts". Das Guinness Book of World Records zog 1993 nach und sprach ihr den Titel der "erfolgreichsten Musikkünstlerin aller Zeiten" zu. Am 26. März wird die Tochter eines Fabrikarbeiters, die unter bescheidensten Verhältnissen aufwuchs und zu einer der reichsten Frauen der USA wurde, 65 Jahre alt.

    Keine Ruhe. An den Ruhestand denkt sie aber offenbar noch nicht. Diana Ross füllt weiterhin Konzertsäle in aller Welt. Im Dezember trat sie bei der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo auf, davor in New Yorks traditioneller Radio City Music Hall als "Diva mit Herz". Präsident Georg W. Bush ehrte sie sowie Regisseur Martin Scorsese und Filmstar Steve Martin noch kurz vor Ende seiner Amtszeit bei einer Gala im Washingtoner Kennedy Center. Auch in Europa wird das einstige Glamour-Girl der Popmusik weiterhin begeistert gefeiert.

    Eskapaden. Eine Weile lang sorgten ihre persönlichen Eskapaden für Schlagzeilen: Ein Polizei-Video, das Ross volltrunken zeigte, eine Gefängnisstrafe, die sie wegen bevorzugter Behandlung ein zweites Mal absitzen musste, Wutausbrüche bei Fernsehaufzeichnungen und handgreifliche Attacken gegen eine Sicherheitsbeamtin am Londoner Flughafen bewegten Fans und Medien. Doch nach einer Entziehungskur 2002 trat wieder Ruhe ein in ihrem Privatleben.

    Kindheit. Die kleine Diana wuchs als zweite von sechs Geschwistern der Baptistenfamilie Ross auf. Sie sang im Gospel-Chor der Kirche und wurde mit 15 in die Doo-Wop-Gesangsgruppe von drei Freundinnen, The Primes, aufgenommen. Motown Record - die erste Plattenfirma, in der ein schwarzer Produzent schwarze Sänger zu einigermaßen fairen Bedingungen unter Vertrag nahm - holte die Mädels als Background- Sängerinnen an Bord.

    Durchbruch. 1964 gelang den Supremes, wie sie sich inzwischen nannten, mit "Where Did Our Love Go" dann der eigene Durchbruch. Es wurde der größte Hit, den bis dahin ein schwarzer Künstler geschafft hatte. Weitere zwölf Nummer-eins-Songs folgten. Die Supremes beherrschten mit den Beatles die Musikboxen und Radiostationen der 60er Jahre. Der "Motown-Sound", ihre Spielart des Soul, machte über Nacht Musikgeschichte. So sehr die Kritik auch ihre Texte verriss: Die Dynamik und Erotik, mit denen die Supremes sie von pulsierenden Bässen und hämmernden Tambourinen begleitet schrien, seufzten und säuselten, war einzigartig und blieb unnachahmlich.

    Solo-Karriere. Als Diana Ross 1970 ihre Solo-Karriere startete, war das Ende der bis dahin erfolgreichsten weiblichen Gruppe Amerikas eingeläutet. Sie dagegen verkaufte noch mehr Platten als zuvor. Ihr erstes Solo-Album "Ain't No Mountain High Enough" wurde ihr förmlich aus den Händen gerissen. Sie profilierte sich in einer Filmbiografie über Billie Holiday ("Lady Sings The Blues") auch als nuancenreiche Jazz- Interpretin und wurde 1972 als beste Schauspielerin für einen Oscar nominiert. Eine zweite Nominierung holte sie sich mit dem Titelsong für den Film "Mahagony".

    Auftritte. 1982 trat Ross in der Frankfurter Alten Oper auf, 1983 gab sie ein Freiluftkonzert für Tausende im New Yorker Central Park. In Wien ging beim Weihnachtskonzert 1992 mit Placido Domingo und José Carreras ihr Traum in Erfüllung, einmal neben Opernstars auf der Bühne zu stehen. Fünfzig Jahre nach dem Start ihrer Karriere, nach zwei gescheiterten Ehen und mit fünf Kindern gehört die blendend aussehende Entertainerin noch immer zu den Spitzenverdienern ihrer Branche. Wenn sie vor Temperament und Begeisterung sprühend ihre makellose Glitter- und Glamourshow auf der Bühne abzieht, verbucht sie auch heute noch ein "Heimspiel" nach dem anderen.






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