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    Weichen sind wohl gestellt "Der Triumph des entdeckten Elends" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kultur & Medien Nächster Artikel Weichen sind wohl gestellt "Der Triumph des entdeckten Elends"
    Zuletzt aktualisiert: 01.03.2009 um 13:45 UhrKommentare

    Naturhistorisches Museum zeigt Gräberfeld-Schätze

    Prunkvolle Grabbeigaben aus einem bei den Bauarbeiten für die neue Ausstellungshalle der Albertina entdeckten römischen Gräberfeld zeigt das Wiener Naturhistorische Museum ab Mittwoch in der Ausstellung "Reiche Römer in Vindobona". Mit 150 Brand- und Körpergräbern des 2. bis 4. nachchristlichen Jahrhunderts ist das im Jahr 2000 entdeckte Gräberfeld der größte römische Friedhof Wiens.

    Die gefundenen Schmuckstücke, Glas- und Keramikerzeugnisse werden in der bis 1. Juni laufenden Schau erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Unter den gezeigten Zeugnisse der römischen Goldschmiedekunst befindet sich auch ein fein gearbeitetes Paar Ohrgehänge aus Gold mit Smaragden und Granaten, sowie ein wertvoller, eigentlich aus dem Rheinland stammender sogenannter Trierer Spruchbecher. Mit 3D-Animationen und Fotos von Modellen in historischer Tracht will die Ausstellung nach Angaben des Museums auch ein Stück römische Alltagskultur wieder aufleben lassen.

    Bei den von der Forschungsgesellschaft Wiener Stadtarchäologie geborgenen und von Anthropologinnen des Naturhistorischen Museums Wien untersuchten Knochenresten wurde festgestellt, dass der Gesundheitszustand der feinen römischen Gesellschaft nicht der beste war: "Ernährungsbedingte Mangelerkrankungen waren an der Tagesordnung. Weiters weisen Knochenhautentzündungen und Zahnschmelzdeformationen auf chronischen Vitamin C- und Eisenmangel hin. Frisches Obst und Gemüse dürfte also nicht auf dem täglichen Speiseplan gestanden haben", heißt es in den Presseinformationen: "Kein Wunder, dass nur sechs Prozent der Gesamtbevölkerung älter als 40 Jahre wurde und die 45- bis 60-jährigen sich die Bezeichnungen "seniores" oder gar "senes" (Greise) gefallen lassen mussten."

    Quelle: APA

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