Der "Donau-Hamlet" als Musical
Ein Jahr lang soll das neue Musical "Rudolf" ab heute Spannung kreieren und für ein volles Raimundtheater sorgen.

Foto © APLisa Antoni als Mary Vetsera und Drew Sarich als Kronprinz Rudolf
Rebell, Versager oder Verräter? Im Wiener Raimundtheater wird ab 26. Februar vor allem eine Liebesgeschichte erzählt bzw. besungen - im Musical "Rudolf - Affäre Mayerling", das erfolgsmäßig auf den Spuren von "Elisabeth" wandeln soll. Das Stück ist eine Adaption der Budapester Uraufführung von 2006.
"Hamlet von der Donau". Der Broadway-erfahrene Regisseur David Leveaux sieht Kronprinz Rudolf von Österreich als "Hamlet von der Donau". "Ich erkenne Rudolf nicht wieder", sagt Autorin Brigitte Hamann, doch sei sie als Historikerin auch "fehl am Platz bei so was". Das Musical basiert nicht auf ihrem Bestseller, sondern auf dem Roman "Ein letzter Walzer" von Frederic Morton. Komponiert hat Frank Wildhorn ("Dracula").
Brutale Realität der Zeit. Hauptdarsteller Drew Sarich weiß von der Problematik: "Die Schwierigkeit liegt darin, dass alle die Geschichte kennen und wir trotzdem Spannung kreieren wollen." Für ihn sei Rudolf "ein Vogel, der gegen seinen Käfig fliegt". Als Rudolfs Gegenspieler tritt Ministerpräsident Taaffe auf - in der Gestalt von Uwe Kröger: "Meine Figur ist ein höchst intelligenter Polit-Stratege. Er verkörpert die brutale Realität der Zeit", erklärt der Musical-Star.
















