Sie schnallen die Gürtel enger
Sparen heißt es auch in der Modebranche. Nicht bei den Stoffen sondern beim Feiern. Das zeigte sich bereits beim Auftakt zur Modewoche der US-Metropole New York.

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An sich gilt ausgerechnet die Luxusindustrie als einigermaßen krisensicher. Aber in Zeiten, in denen sich beispielsweise die Zeit der russischen Milliardäre binnen weniger Monate halbiert hat, gilt dies offenbar nicht mehr. Das bekommen längst auch die Top-Mode-Designer zu spüren, deren Kreationen - nicht nur finanziell - sehr oft jenseits des Leistbaren sind.
Alle Welt sieht zu.
In dieser Woche hat die Fashion Week in New York begonnen. Eine Modewoche, die immer noch Publikum aus aller Welt anlockt, bei der heuer aber gespart wird. So waren schon die Shows zum Auftakt am Freitag deutlich schlanker als noch im Vorjahr.
Viele Anbieter verzichten heuer auf eigene Messestände. Manche mieten für die Präsentation ihrer Kollektionen günstigere Räume im Süden von Manhattan. Auch die Liste der Stars war in den vergangenen Jahren länger.
Düstere Aussichten.
Aber nicht nur jenseits des Großen Teiches sieht es für die Modeindustrie düster aus. So hat das zuvor als höchst profitabel geltende französische Modehaus Chanel kurz vor Jahresbeginn 200 Entlassungen angekündigt. Fast zehn Prozent der Belegschaft sind betroffen. Nur 1939, als Coco Chanel beim Ausbruch des Zweiten Weltkrieges alle Angestellten entließ, hatte es einen größeren Kahlschlag gegeben.
Auswirkungen.
Zynisch in Anbetracht der Tatsache, welche Konsequenzen die Krise für andere hat. Auch in Italien. Dort ist die Modeindustrie, ein Eckpfeiler der Wirtschaft des Landes, gewaltig ins Wanken geraten. Die Textilbranche verzeichnet Rückgänge bis zu 60 Prozent. Prominenten Konzernen droht der Konkurs. "Aber die Regierung denkt nur an die Autoindustrie", klagt Paolo Zegna, Vizepräsident des Industriellenverbandes Confidustria.
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"Furchtbar, aber gesund", nannte Chanel-Designer Karl Lagerfeld die Krise. Er selbst zog in Paris in ein kleineres Haus um und reduzierte sein Personal. "Zwingend" seien nur "Zimmermädchen, Chauffeur und Koch rund um die Uhr", sagt er.
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