Das "World Press Photo of the Year 2009" steht fest
Das Siegerfoto zeigt, "dass Krieg im klassischen Sinn in die Häuser der Menschen kommt, weil sie ihre Hypotheken nicht bezahlen können", begründet die Jury-Vorsitzende die Wahl des Fotos.

Foto © ReutersDas Siegerfoto: Ein Polizist in einem verlassenen Haus
Ein Schwarz-Weiß-Foto des US-Amerikaners Anthony Suau geht als Sieger des 52. World Press Photo Awards hervor. Das teilte die Jury am Freitag in Amsterdam mit. Die Jury vergab Preise in zehn Themenkategorien an 64 Fotografen aus 27 Ländern.
Das Siegerfoto. Das Siegerfoto zeigt einen amerikanischen Polizisten, der ein verlassenes Haus in Cleveland, Ohio, nach verbleibenden Bewohnern oder Waffen durchsucht. Die Bewohner mussten das Haus räumen, nachdem sie ihre Hypothek nicht mehr bezahlen konnten. Jury-Vorsitzender MaryAnne Golon streicht die Doppeldeutigkeit des Bildes hervor. Auf den ersten Blick würde man einen klassischen Konflikt vermuten und glaube, dass der Polizist nach einem Verbrecher sucht. "Aber es ist einfach die Zwangsräumung von Menschen nach der Zwangsvollstreckung. Krieg im klassischen Sinn kommt in die Häuser der Menschen weil sie ihre Hypotheken nicht bezahlen können."
Award. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Tausende Fotografen aus 124 Ländern hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Die Auszeichnung wird am 3. Mai in Amsterdam übergeben.
















