Villa des Schriftstellers Simenon besetzt
Die Hausbesetzer wollen das Haus in Lausanne als Gedenkstätte wieder beleben. Die Immobilienfirma hat Klage eingereicht.

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Die ehemalige Villa des belgischen
Krimi-Autors Georges Simenon im Schweizer Epalinges ist von einer
Gruppe Hausbesetzer in Beschlag genommen worden. Die Besitzerin, eine
Immobilienfirma, hat Klage eingereicht. Rund zehn Hausbesetzer seien
in dem Gebäude, bestätigte am Dienstag ein Mitglied des Gemeinderates
von Epalinges eine Meldung der Zeitung "24 heures". Die Hausbesetzer
hätten keinen Schaden angerichtet. Sie wollten das Haus als
Erinnerungsstück eines "großen Schriftstellers" wieder beleben.
Klage. Aufgrund der Klage wird sich der Friedensrichter mit der
Hausbesetzung befassen müssen. Die Immobilienfirma möchte auf dem
Gelände mehrere Villen erstellen lassen. Mit einer Veränderung der
Bausubstanz der Simenon-Villa ist der Kanton Waadt jedoch nicht
einverstanden.
Haus. Das von Simenon konzipierte Bauwerk mit 26 Zimmern und gedecktem
Schwimmbad war während rund zwanzig Jahren unbewohnt gewesen.
Anschließend hatte ein Sohn des belgischen Schriftstellers darin
gewohnt. Simenon selbst hatte den Bau als "Bunker" bezeichnet.
Umgeben ist die Villa von einem 40.000 Quadratmeter großen Park.
Werdegang. Georges Simenon war am 13. Februar 1903 im belgischen Lüttich zur
Welt gekommen und am 4. September 1989 in Lausanne gestorben. Der
Schöpfer der Kriminalromanfigur Kommissar Maigret hatte seine letzten
dreißig Jahre im Waadtland gelebt. Erst wohnte er im Schloss
Echandens, dann in Epalinges und schließlich in Lausanne, an der
Avenue des Figuiers. Seine Werke wurden in 60 Sprachen übersetzt.














