Schlingensief-Oper am Burgtheater ab 20. März
"Mea Culpa" lautet der Arbeitstitel von Christoph Schlingensiefs "ReadyMadeOper", die ab 20. März im Burgtheater eine "Gruppe schuldlos schuldig gewordener Menschen auf ihrem Weg zur endgültigen Heilung" zeigen soll. Zu dem Projekt hat auch Elfriede Jelinek einen Text beigesteuert.
Seit seiner Parsifal-Inszenierung in Bayreuth 2004 lasse Schlingensief Wagners fragwürdige Gleichung "Liebe plus Tod gleich Erlösung" nicht mehr los, heißt es in der Ankündigung. Nun versuche der an Krebs erkrankte Regisseur in den drei Akten seiner Oper für sich und das Publikum verschiedene Facetten des Dionysischen zu präsentieren.
Zwischen "Ayurveda-Technologie, magisch-sexueller Voodoo-Entgrenzung und Schlingensiefs eigenem Plan, ein Welten und Zeiten verbindendes Festspielhaus in Afrika zu bauen, wo die aufsteigende schwarze Kultur Afrikas und die absteigende Zivilisation Europas sich verbinden sollen zu einem Spiel der Entgrenzung", heißt ergänzend. Das "Ende der Alltäglichkeit, Läuterung, Schuld und Buße, kleine Dinge und große Verwandlungen" sollen die Bewegung der drei Akte dieser Stationenoper markieren.
Auf die Bühne bittet Schlingensief mehr als ein Dutzend Akteure, darunter die Fassbinder-Größen Irm Hermann und Margit Carstensen sowie Burgtheater-Mimen wie Joachim Meyerhoff, Sachiko Hara, Philipp Hauß, Roland Kenda, David Oberkogler und Hermann Scheidleder. Zuletzt zeigte Schlingensief 2006 am Burgtheater die Installation "Area 7", im Jahr 2003 zeichnete er für die Uraufführung von Elfriede Jelineks "Bambiland" verantwortlich.














