Ein Kärntner Haydn-Spaß
Die Macht des Wortes trifft die Macht der Musik: Parallel zur großen Europa-Ausstellung im Stift St. Paul feiert der Kultursommer seinen 30er.
Ein schönerer Rahmen für ein Geburtstagsfest ist wohl schwer zu finden: Der erstmals in seiner ganzen Pracht zu bestaunende Hemisphärensaal des Stiftes wird im Jubiläumsjahr des St. Pauler Kultursommers zum Konzertsaal. Während des 30. Musikfestivals, das wie gewohnt am Pfingstwochenende (heuer Ende Mai) beginnt, wird die bisherige Bibliothek gewissermaßen zur Tonhalle. Auftritte der Südtiroler Holzbläser, des Haydn Quartett Eisenstadt, der Sopranistin Sandra Trattnigg oder des Ensembles Clavimerata aus Slowenien stehen für die Philosophie des Unterkärntner Musikfestivals, das heuer zwei Grundmotive aufnimmt: Den Europagedanken mit Künstlern aus verschiedenen Staaten und das Haydn-Jahr.
Mit Pauken und Trompeten. Anlässlich des 200. Todesjahres des Komponisten erklingen in der Stiftskirche von St. Paul im Lavanttal auch jene Werke von Joseph Haydn, an denen man nicht nur in einem Gedenkjahr nicht vorbeikommt: Nämlich "Die Schöpfung", aufgeführt vom A-cappella-Chor Villach und der Cappella Istropolitana und die "Missa in tempore belli" (Paukenmesse) mit der Klagenfurter Dommusik.
Klangwelten. In ganz andere Klangwelten entführt etwa die "Company of Music", die laut Programm zu einer vokalen Reise durch das "dunkle Europa" aufbricht. Oder auch die Hutton Shenfield Choral Society, die mit dem Gemischten Chor Heimatklang Bach das Motto "Essex meets Carinthia" ausgibt. "Von Wien bis Istanbul" reicht das Repertoire der Wiener Tschuschenkapelle, die ebenso wie die Bluesbreakers im Stiftshof die Freunde nichtklassischer Musik versorgen wird.
Info: www.kuso-stpaul.at















