"Museum des 21. Jahrhunderts" in Berlin
Das Humboldt-Forum im wiederaufgebauten Berliner Schloss soll nach den Worten des Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, als "Museum des 21. Jahrhunderts" ein Besuchermagnet der deutschen Hauptstadt werden. Dem Humboldt-Forum stehen dafür weit mehr als eine halbe Million Objekte aus den außereuropäischen Sammlungen zur Verfügung.
Nach dem Wiederaufbau des Schlosses mit einer Kopie der historischen Fassaden soll das Humboldt-Forum bis Ende 2014 eröffnet werden. Parzinger sagte, der siegreiche Entwurf des Architekten Franco Stella müsse aus seiner Sicht nur in Details angepasst werden. Der Stiftungspräsident äußerte Sympathien für den Vorschlag einer Fußgängerpassage unter dem Boulevard Unter den Linden.
Anders als etwa das Pariser Museum der Weltkulturen "Quai Branly", das die Zeugnisse außereuropäischer Kulturen ausschließlich als Kunstwerke inszeniere, wollten das Ethnologische und das Asiatische Museum im Humboldt-Forum zum Beispiel auch die Entwicklung der Menschheit im Wechselspiel mit dem Naturraum thematisieren. "Eine afrikanische Maske ist ein Kunstobjekt, sie gibt aber auch Aufschluss über Abstammungsglauben und die Struktur von Gesellschaften", sagte Parzinger.














