Legris wird neuer Ballettdirektor für Staatsoper
Der französische Tänzer Manuel Legris wird neuer Direktor des Balletts der Wiener Staatsoper und Volksoper ab 2010. Das gaben die Bundestheater am Donnerstag bekannt. Der Nachfolger des derzeitigen Ballettdirektors Gyula Harangozo erhält einen mit 1. September 2010 startenden Fünfjahresvertrag, der auch die künstlerische Leitung der Ballettschule der Wiener Staatsoper einschließt.
Der gebürtige Pariser Legris (44) wurde an der Ballettschule der Pariser Oper ausgebildet und mit 16 Jahren ins Corps de ballet der Pariser Oper aufgenommen. 1986 wurde er auf der Bühne der Metropolitan Opera in New York vom damaligen Ballettdirektor der Pariser Oper, Rudolf Nurejew, in den Rang eines Danseur Etoile erhoben. An der Wiener Staatsoper war Manuel Legris 1985 erstmals als Gastsolist zu sehen. Seinen bisher letzten Auftritt in der Staatsoper absolvierte er 2003 in der "Nurejew-Gala" (mit dem Pas de deux aus "Der Nussknacker" und dem Pas de deux aus "Romeo und Julia"). 2008 war er in der Ballett-Gala von ImPulsTanz in Auszügen aus Angelin Preljocajs "Le Parc im Burgtheater zu sehen.
"Wien ist eine wunderschöne Herausforderung für mich", erklärte Legris im Gespräch mit der APA. Nun warte aber sehr viel Arbeit auf ihn. Vor einem Jahr wurde ihm der Vorschlag, nach Wien zu gehen, erstmals unterbreitet, für die Entscheidung nahm er sich allerdings Zeit. Mit Dominique Meyer ist er seit 20 Jahren aus der gemeinsamen Arbeit an der Pariser Oper bekannt.
"Wir haben sehr viele gemeinsame Auffassungen und uns immer gut verstanden", so der designierte Staatsoperndirektor Dominique Meyer gegenüber der APA. Und auch Legris hat an die Zusammenarbeit "sehr gute Erwartungen". Die Wiener Compagnie wolle man gemeinsam zu größerer Internationalität führen, konkrete Pläne für Personalia und Repertoire muss sich der 44-jährige Publikumsliebling, der im kommenden Jahr als Etoile in Pension geht, erst erarbeiten.















