Eröffnung von Linz09 weiter voll im Gang
Die zu Silvester gestartete dreitägige Eröffnung von Linz 2009 Kulturhauptstadt Europas war auch am Neujahrstag voll im Gang. Traditionelles - das Aperschnalzen vor dem Landhaus - hat dabei Modernes - Ausstellung "Best of Austria" im Lentos Kunstmuseum - getroffen. Mit 130.000 Besuchern beim ersten Höhepunkt, der Raketensinfonie nach Mitternacht über der Donau, waren die Organisatoren zufrieden.
Die ersten Aktionen zur Eröffnung hatte es bereits am Silvesternachmittag gegeben: Arbeiter bauten an der Donaulände an einer vier mal zwölf Meter großen Zeitanzeige. Donauabwärts versammelten sich die kritischen Stimmen zum Ereignis. Eine Gruppierung mit der Bezeichnung "Linz0nein" kritisierte, es gebe einen Überhang an einmaligen Projekten, obwohl immer von der Nachhaltigkeit der Kulturhauptstadt gesprochen werde.
Gegen Mitternacht strömte alles zur Donau, um dort mit der "Raketensinfonie" das neue Jahr zu begrüßen. Ein aus mehreren hundert Personen aus Linz und Umgebung bestehender Chor trat dabei in einen 20-minütigen Dialog mit einem farbenprächtigen Feuerwerk. Anschließend verwandelte sich der Hauptplatz in einen ausgelassenen, riesigen Freiluft-Dancefloor.
Danach herrschte große Zufriedenheit bei Organisatoren und Politik: Linz09-Intendant Martin Heller freute sich gegenüber der APA über einen "Auftakt nach Maß". Zur Besucherzahl stellte er fest: "Mehr geht nicht". Zufrieden dürften auch die Tourismusbetriebe in Linz sein. Zum Jahreswechsel war nahezu kein Bett zu bekommen.
Am Donnerstag ging der Eröffnungsreigen mit einem Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne weiter - anfangs mit dem traditionellen Aperschnalzen, einem Winteraustreiben durch Peitschenknallen. Am Nachmittag folgte das Eröffnungskonzert des Brucknerorchesters unter Dennis Russell Davies im Brucknerhaus mit der neuesten Symphonie von Philip Glass und als Startschuss für das Haydn-Jahr dessen Londoner Sinfonie.
Donnerstagabend war die Eröffnung der Kunstausstellung "Best of Austria" im Lentos Kunstmuseum mit Beiträgen aus Museen und Sammlungen in ganz Österreich vorgesehen. Für Freitag ist die Eröffnung des vergrößerten Museums der Zukunft "Ars Electronica Center" geplant sowie die Uraufführung des Stückes "Buch der Unruhe" nach dem gleichnamigen Werk von Fernando Pessoa mit Klaus Maria Brandauer in der eigens für Linz09 errichteten Hafenhalle.















