Umsatz-Weltrekord bei Madonna-Tour
2,4 Millionen Madonna-Fans sorgten für einen Umsatz-Weltrekord von 280 Mio. Dollar. Die Konzertbranche 2008 boomte: Allein in Nordamerika wurden vier Mrd. Dollar eingenommen. Trotzdem blickt man sorgenvoll dem neuen Jahr entgegen.

Foto © Reuters
US-Popsängerin Madonna hat mit ihrer Welttournee "Sticky & Sweet" einen Rekord aufgestellt: Kein
anderer Solokünstler habe bei einer Konzertreise jemals mehr Umsatz als die
50-jährige Pop-Diva gemacht, teilte ihr Tourveranstalter Live Nation
nach einer Meldung der "Musikwoche" mit. Mehr als zwei Millionen
Konzertbesucher - genau 2.350.282 - haben Tickets für über 280
Millionen Dollar (200 Mio. Euro) gekauft. Insgesamt hat Madonna 58
Shows in Europa (darunter auch in Österreich), den USA, Kanada,
Mexico and Südamerika gespielt.
Eigenen Rekord gebrochen.
"Diese Tour ist nicht nur die Tour mit den meisten Ticketverkäufen
für einen Solokünstler und für einen weiblichen Künstler überhaupt -
womit sie ihren eigenen Rekord gebrochen hat - sondern diese Tournee
reiht Madonna auch ein in die Liste der erfolgreichsten Live-Künstler
aller Zeiten", zitiert die "Musikwoche" Live-Nation-Chef Arthur
Fogel.
Konzertbranche boomt.
Die USA schlitterten in diesem Jahr in die Rezession, aber die
Konzertbranche boomte wie nie zuvor. Vier Milliarden Dollar (2,9
Milliarden Euro) wurden in Nordamerika für Eintrittskarten von
Country über Pop und Hip-Hop bis Rock eingenommen - 13 Prozent mehr
als im Vorjahr und nebenbei laut Musikmagazin "Billboard" auch noch
Rekord. In Nordamerika stiegen die Einnahmen an den Verkaufsstellen
durchschnittlich um 18 Prozent, die Zuschauerzahl nahm um 6,3 Prozent
zu.
Bon Jovi auf Platz eins.
Die erfolgreichste Nordamerika-Tour legten den US-Branchenzahlen
zufolge Bon Jovi hin: Fast 2,2 Millionen Fans spülten brutto 210,6
Millionen Dollar in die Kassen. Bruce Springsteen folgt auf Platz
zwei mit 204,5 Millionen Dollar vor Madonna mit 162 Millionen Dollar.
Mit Sorge ins neue Jahr.
Nach dem Boomjahr blickt die Konzertbranche jedoch mit einigen Sorgen 2009 entgegen. Auf der einen Seite sind Konzerte für viele
Menschen eine Möglichkeit, für ein paar Stunden dem Alltag zu
entfliehen, sagt "Billboard"-Experte Ray Waddell. "Das ist etwas, was
man anderswo nicht bekommt, es gibt keinen Ersatz dafür." Die
Kehrseite der Medaille in Zeiten der Rezession: "Es wäre verrückt zu
denken, Wirtschaft und Arbeitslosigkeit würden keine Auswirkung auf
die Ticket-Verkäufe haben."















