Kunstwerk von Fischli/Weiss zu Höchstpreis versteigert
Eine Installation und ein Film der documenta 1987 erzielte in Zürich eine Million Franken für die beiden Künstler.

Foto © APAPeter Fischli und David Weiss
Die Installation "Der Lauf der Dinge" sowie der
gleichnamige Kurzfilm der Zürcher Künstler Peter Fischli und David
Weiss sind am Montag in Zürich für 1,02 Mio. Franken (668.327 Euro)
versteigert worden. Laut Auktionshaus Christie's ist das ein neuer
Höchstpreis für ein Werk von Fischli/Weiss. Der Schätzpreis lag bei
900.000 bis 1,5 Millionen Franken. Der Käufer ist ein europäischer
Privatsammler.
Stiftung. Der Erlös aus der Versteigerung fließt der Alfred Richterich
Stiftung zu. Die Stiftung fördert seit über 20 Jahren jährlich bis zu
80 kulturelle, karitative und ökologische Projekte in der Schweiz.
Das Werk, eine Ikone der Schweizer Gegenwartskunst, befand sich in
der Privatsammlung der Stiftung.
Legendärer Kunstfilm. "Der Lauf der Dinge" gehört zu den meist gesehenen Kunstfilmen
aller Zeiten und machte die beiden Zürcher Künstler weltberühmt. Er
wurde für die documenta 1987 produziert. Der 30-minütige Film zeigt
die Kamerafahrt entlang eines 40 Meter langen Aufbaus mit
verschiedensten Gegenständen. Nach dem Dominoprinzip werden dabei die
Bewegungsimpulse an den nächsten Gegenstand weitergegeben.
Gesamtwerk. Das Gesamtwerk von Peter Fischli (1952) und David Weiss (1946)
reicht von Videosequenzen und Fotografien über Plastiken aus
verschiedenen Materialien wie Lehm, Polyurethan oder alltäglichen
Gebrauchsgegenständen bis zu multimedialen Arbeiten.
Rekordpreise. Auch für eine allegorische Darstellung der Nacht von Arnold
Böcklin (1,176,000 Mio. Franken), Balthasar Burckhards
Schwarz-weiß-Fotografie "Die Welle" (27.600 Franken) und Walter
Helbigs "Frauenakt mit Hund" (60.000 Franken) wurden neue
Rekordpreise für die Künstler erzielt.















