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    Zuletzt aktualisiert: 30.11.2008 um 20:58 UhrKommentare

    Mit Bach & Co. ins Altersheim

    Der Verein "LiveMusicNow" bringt junge Musiker in Heime, Gefängnisse oder Kindergärten. Ab heuer erstmals auch in Kärnten.

    Im Altenheim Harbach hat man bislang selten Live-Musik gehört, geschweige denn Klänge von Bach oder eines slowenischen Zeitgenossen. Am vergangenen Freitag verdankte man ein solches Hörerlebnis der jungen Geigerin Klavdija Jarc, einer Schülerin von Helfried Fister am Landeskonservatorium, sowie dem gemeinnützigen Verein "LiveMusicNow".

    "Schatzmeister". Yehudi Menuhin hatte ihn 1977 gegründet, "einerseits aus einem humanitären Anliegen heraus, andererseits um junge Künstler zu fördern", wie Markus Orsini-Rosenberg erläuterte. "Wir besuchen Menschen, die nie in ein Konzert gehen können, weil sie krank, alt oder eingesperrt sind. Wir organisieren Auftritte in Flüchtlingslagern, Gefängnissen, Krankenhäusern oder Behindertenheimen", gibt der "Schatzmeister" des Vereins Einblick in seine ehrenamtliche Tätigkeit.

    Senkrechtstart. Seit 1996 ist "LiveMusicNow" in Österreich vertreten, dank Elisabeth Jermendy seit wenigen Monaten auch in Kärnten. Die sozial engagierte Klagenfurterin hatte die Initiative über eine Wiener Freundin kennen gelernt und sofort Feuer gefangen. Mit ihr als Generalsekretärin und Thomas Daniel Schlee als Präsident gelang dem Verein ein makelloser Senkrechtstart. Hauptsponsor Hypo (7000 Euro) und engagierte Mitglieder (Jahresbeitrag: 40 Euro) trugen das ihre dazu bei, um erste Auftritte in Altenheimen in Moosburg, Ebenthal oder Pischeldorf zu ermöglichen. "Im Jahr sollen rund 40 Konzerte stattfinden", zeigt sich Jermendy ehrgeizig. Als Budget stehen vorerst "15.000 bis 20.000 Euro" zur Verfügung.

    Großartig. Das künstlerische Kapital rekrutierte man bei einem Probespiel, an dem rund drei Dutzend Ensembles und Nachwuchssolisten teilnahmen. Ein Drittel bestand die strenge Prüfung durch Juroren wie Paul Badura-Skoda oder Jazzgröße Wolfgang Puschnig. Jurymitglied Schlee schwärmte auch über Darbietungen im Bereich Volksmusik: "Es gab da phänomenale Gruppen. Ich bin mit offenem Mund da gesessen und habe gesagt: Das ist großartig!"

    Momente des Glücks. Mit Hilfe des "Ensembles der Musikschule Althoven", der "Quetschgeiger" oder Klavdija Jarc soll Livemusik zum selbstverständlichen Bestandteil des Alltags werden. Während die Musikstars von morgen durch Honorare und erste öffentliche Auftritte profitierten, kämen sozial schwächere Menschen zu seltenen Momenten des Glücks. CS-Intendant Schlee: "Doderer schreibt vom reinen Augenblick. Das ist es, was die Musik in glücklichen Momenten zu leisten imstande ist". Mit einem Gala-Konzert in Klagenfurt will "LiveMusicNow" im Frühjahr erstmals ein größeres Publikum erreichen. Einzelspender, Firmensponsoren und neue Mitglieder sind aber jetzt schon willkommen.

    Nähere Infos: 0463/511156 und www.livemusicnow.at

    ERWIN HIRTENFELDER

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